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Warnstreik auf Berliner Flughäfen : Über 200 Flüge in Tegel und Schönefeld fallen aus

Von 16 bis 22 Uhr ging am Donnerstag fast nichts mehr auf den Berliner Flughäfen. Die Dachgewerkschaft Verdi freut sich über einen erfolgreichen Warnstreik.

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Das Bodenpersonal zeigt seine Macht.
Das Bodenpersonal zeigt seine Macht.Foto: Paul Zinken/dpa

Der Warnstreik des Bodenpersonals auf den Berliner Flughäfen hat die Reisepläne vieler Berliner durchkreuzt. Nach Angaben der Flughafengesellschaft fielen 210 Flüge fielen aus, vor allem bei Lufthansa und Air Berlin in Tegel. Dort mussten 156 Flieger am Boden bleiben, in Schönefeld waren es 54. Die Mitarbeiter hatten am Donnerstag um 16 Uhr die Arbeit niedergelegt, der dauerte bis 22 Uhr, in diesem Zeitraum mussten „nahezu alle“ Flugverbindungen gestrichen werden, sagte Daniel Tolksdorf von der Flughafen-Gesellschaft.

Auch nach 22 Uhr kam es nach Airport-Angaben noch zu Beeinträchtigungen, diese sind auch am Freitag nicht auszuschließen. Flugreisende sollten sich bei ihrer Airline erkundigen, ob es zu Verspätungen oder gar Ausfällen kommt.

Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker erklärte dagegen, der Flugverkehr werde sich schnell normalisieren, weil viele Flüge vorsorglich gestrichen wurden. Fast alle Mitarbeiter bis hinauf in die Führungsebene hätten sich am Streik beteiligt. Man sei selbst überrascht gewesen von der hohen Streikbereitschaft. Verdi will eine Erhöhung der Stundenlöhne von elf auf zwölf Euro und bessere Aufstiegschancen durchsetzen. Bereits vor einer Woche hatten Warnstreiks den Flugverkehr erheblich behindert.

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