Warnstreiks bei Vattenfall : Beschäftigte erhöhen Druck auf Arbeitgeber

Mit einem Warnstreik wollen Beschäftigten des Energiekonzerns Vattenfall am Dienstagmorgen den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. In Berlin werden neben der Firmenzentrale drei Heizkraftwerke bestreikt. Weitere Arbeitsniederlegungen finden an zwei Standorten in der Lausitz und in Hamburg statt.

Ein Plakat klebt am Dienstag in Berlin am Heizkraftwerk Klingenberg: Mit einem mehrstündigen Warnstreik an den Standorten des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Nord- und Ostdeutschland wollen die Gewerkschaften mit einem sechsstündigen Warnstreik vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen.
Ein Plakat klebt am Dienstag in Berlin am Heizkraftwerk Klingenberg: Mit einem mehrstündigen Warnstreik an den Standorten des...Foto: dpa

In Berlin hat am Dienstagmorgen ein Warnstreik der Beschäftigten des Energiekonzerns Vattenfall begonnen. Betroffen sind neben der Firmenzentrale zunächst auch drei Heizkraftwerke.

Mit dem mehrstündigen Warnstreik an den Standorten des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Nord- und Ostdeutschland wollen die Gewerkschaften vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaften kämpfen bei Vattenfall für 6,5 Prozent mehr Geld für die rund 20 000 Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Weitere Arbeitsniederlegungen wird es nach Gewerkschaftsangaben an zwei weiteren Standorten in der Lausitz geben. Auch in Hamburg seien Warnstreiks geplant. Verbraucher sollten von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen sein. Die nächste Tarifverhandlungsrunde bei der Vattenfall GmbH ist für diesen Mittwoch geplant.

Vattenfall will 1500 Jobs in Deutschland streichen

Durch die Ankündigung Vattenfalls, bis Ende 2014 in Deutschland 1500 Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen, haben die Verhandlungen zusätzliche Brisanz erhalten. Die Gewerkschaften IG Metall, Verdi und IG Bergbau Chemie Energie verlangen den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 und Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden.

Ein Konzernangebot von 2,2 Prozent mehr Geld für die nächsten zwölf Monate und weiteren 1,6 Prozent für die darauffolgenden zwölf Monate hatten die Gewerkschaften zurückgewiesen. Ein neues Angebot von Vattenfall gebe es bisher nicht, wie ein Gewerkschaftssprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte. (dpa)

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