Warnung vor Ticketkontrollen in Berlin : Panne bei neuem Service für Schwarzfahrer

Die BVG warnt offiziell vor Fahrscheinkontrollen - übers Radio. Doch wie funktioniert das Ganze im Alltag? Zum Start gab es da ein gewisses Problem.

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Stempeln, bitte. Auch wenn "Fahrscheine" dransteht - hier kommen keine raus, sondern rein.
Stempeln, bitte. Auch wenn "Fahrscheine" dransteht - hier kommen keine raus, sondern rein.Foto: dpa

Der RBB muss noch üben. Die am Montag auf Wunsch der BVG eingeführten Hinweise auf Fahrscheinkontrollen sind gleich mal „vergessen“ worden, zumindest am Dienstagmorgen. Später liefen sie dann aber. Nach Angaben eines Sprechers hat es eine Panne im Ablauf gegeben. Gesendet werden sollen die Warnungen vor den Kontrollen zusammen mit den Verkehrshinweisen bei RadioBerlin 88,8 jeweils stündlich zwischen 6.30 Uhr und 17.30 Uhr. Am Dienstag wurden Kontrollen auf der U 9 (Osloer Straße – Rathaus Steglitz), der Tram-Linie M 4 (Falkenberg/Hohenschönhausen – Hackescher Markt) und beim Bus M 29 (Roseneck – Hermannplatz) angekündigt.

Mitgeteilt wird aber nur, dass es Kontrollen „unter anderem“ auf diesen Linien gibt. Fragen nach dem Fahrschein gibt es – unangekündigt – weiter auch auf anderen Linien. Keine Angaben gibt es zu den Uhrzeiten, so dass nicht klar ist, ob die Kontrollen schon erfolgten oder erst noch stattfinden.

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Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke zu sagen, oder?Weitere Bilder anzeigen
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20.02.2015 11:17Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke...

Die BVG will damit nicht nur potenzielle Schwarzfahrer abschrecken, sondern auch ehrliche Fahrgäste daran erinnern, ihr Ticket auch einzustecken. Positiv sei, dass damit auch klar werde, dass auch in Bussen – wie am Montag und Dienstag auf der Linie M 29 – kontrolliert werde, sagte Christfried Tschepe vom Fahrgastverband Igeb.

Die BVG wollte bei diesem Projekt mit mehreren Rundfunksendern in der Stadt zusammenarbeiten. Beim RBB hatte aber nur 88,8 Interesse. Und private Sender hätten Geld für die Durchsagen verlangt, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Man überlege jetzt, ob man solche Durchsagen auch auf den Bahnhöfen machen könne.

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