Berlin : Was auf dem Airport entstehen soll

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Ein neuer Stadtteil mitten in Berlin – nach dem Potsdamer Platz könnte der Flughafen Tempelhof bald zum zweiten großen städtebaulichen Experimentierfeld werden. Er soll zum „Park der Luftbrücke“ werden. Im entsprechenden Nachnutzungskonzept der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wimmelt es vor phantasievollen Namen:

Da ist vom „Wiesenmeer“ die Rede, dem Herzstück des Parks. Der „Himmelsgarten“ umrahmt einen 50 Meter hohen so genannten Fliegerberg. Der „Themenpark Fliegen“ vor den alten Abfertigungsgebäuden soll eine Art Ausstellungsfläche werden. Vielleicht sind hier mal Luftschiffe zu besichtigen. Das Flughafengebäude selbst, eines der größten europäischen Bauwerke, sollte Platz für Dienstleistungsangebote vor allem in den Bereichen Technik und Freizeit bieten. Schon heute steht ein Fünftel der Fläche leer, mit dem Auszug des Flugverkehrs käme gut die Hälfte an Fläche hinzu. Geplant sind in der Nachbarschaft am Tempelhofer Damm rund 60 Meter hohe Verwaltungs und Hotelgebäude, der Arbeitstitel lautet „Hohe Häuser“, denen sich moderne Gewerbeflächen anschließen, „Gläserne Fabriken“ genannt.

Sportanlagen an Bahn und Stadtautobahn sollen ins Konzept „Sportpark am Boulevard“ einbezogen werden. Dieser Boulevard umrahmt die gesamte Grünfläche und er tangiert die Neubauten: im Norden am Columbiadamm, wo das „Wohnquartier am Park“ mit bis zu viergeschossigen Häusern vorgesehen ist und im Osten, wo nach vorläufigen Plänen das „Schillerquartier“ entstehen soll – viergeschossigen Stadtvillen neben der Schillerpromenade. Also würde der ehemalige Flughafen die angrenzenden Bezirke aufwerten. C. v. L.

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