WAS BISHER BEKANNT IST : Die Opfer schweigen

Die Parkeisenbahn war anscheinend ein Ort, an dem seit Jahren systematisch Kinder und Jugendliche sexuell belästigt, missbraucht oder vergewaltigt worden sind. Dabei nutzten die Täter ihre Stellung und Autorität innerhalb des Vereins aus, in dem es bis Ende 2007 keine pädagogische Betreuung gab, obwohl man vor allem mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Bisher sind zwei Mitarbeiter verurteilt worden – zu Bewährungsstrafen. Sie haben unabhängig voneinander in über 50 Fällen mindestens 13 Jungen sexuell missbraucht. Allerdings geschah der Missbrauch häufig mit Einwilligung, das heißt, unter Ausnutzung der Führungsrolle. Oft gab es einen fließenden Übergang zwischen Spiel und Missbrauch, den die Opfer nicht durchschauten oder aus Angst vor Folgen wie Missachtung, Strafe oder Degradierung zuließen. Gegen weitere sieben Männer, darunter ein mutmaßlicher Täter, der nicht zur Parkeisenbahn gehört, wird ermittelt. Es wird zudem drei weitere Anklagen geben. Bisher schweigen viele Opfer, einige Missbrauchte sind zudem weiterhin für die Parkeisenbahn tätig, es gibt auch keine gemeinsame Opfervertretung, nur einige wenige Anwälte, die in den Nebenanklagen auftreten. ale

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