Berlin : Was glänzt – und was zum Himmel stinkt

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TOPS

In keiner deutschen Großstadt kommen so viele Haushalte ohne Auto aus.

120 Bahnfahrten pro Person und Jahr sind deutscher Rekord.

Der Radler-Anteil wächst laut ADFC immer schneller, allein seit 2004 um 18 Prozent. Nur Laufen ist noch ökologischer.

Mehr als 400 000 Straßenbäume reinigen die Luft gleich da, wo sie verschmutzt wird.

Die Umweltzone ab 2008 trifft die Hauptverursacher – viel sinnvoller als jede City-Maut.

Landesbetriebe wie BVG, BSR und Gasag rüsten ihre Flotten konsequent auf umweltfreundliche Wagen um.

Die Stadt versorgt sich selbst mit Trinkwasser – und das ohne Chemie. Für eine Metropole

dieser Größe fast

einmalig.

Berlin ist Europas größter Absatzmarkt für Bio- Produkte. Deren Herstellung schont die Umwelt – speziell bei Fleisch.

Die Verwaltung ignoriert keines der Umweltprobleme. Eigentlich selbstverständlich – aber längst nicht überall so.

Dank Kraft-Wärme-Kopplung wird die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme von Abfall zu Heizenergie.

FLOPS

Die Berliner CO2-Emission aus Auto- und Flugverkehr ist seit 1990 um 14 Prozent gestiegen.

Die Landesregierung fährt nur Spritschlucker – entgegen eigenen Vorgaben und anders als z.B. in Hamburg.

Berlin hat kein autofreies Wohngebiet – obwohl das Interesse daran gerade hier groß sein dürfte.

Bezirksämter lassen noch immer teils hochgefährliche Rad- und Fußwege anlegen. Für viele Menschen ein Hauptgrund, lieber Auto zu fahren.

Bei starkem Regen läuft die Kanalisation in der City über und schwemmt den Dreck der Stadt einfach in die Flüsse.

Laut einer Schätzung des BUND verliert Berlin pro Jahr etwa 1500 Straßenbäume.

Der Senat hat kein langfristiges Energiekonzept. Auch deshalb ist er von Vattenfalls Kohlekraftwerksplänen überrumpelt worden.

Nach der Wahl wurden Verkehrs- und Umweltverwaltung getrennt. Unsinnig und unpraktisch, beklagen Mitarbeiter.

Die Flüsse werden verbaut. Laut BUND wurden seit 2001 allein in Treptow-Köpenick 260 neue Steganlagen genehmigt.

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