WAS IST QUARTIERSMANAGEMENT? : Hilfe für Viertel in Schwierigkeiten

Die Idee

Das Quartiersmanagement (QM) vernetzt seit zehn Jahren zwei Ebenen miteinander: Die Verwaltungs- und die Quartiersebene. Die Mitarbeiter haben ihre Büros mitten in den Kiezen und arbeiten mit lokalen Akteuren zusammen. Auf diese Weise sollen vor Ort neue Projekte angestoßen werden, durch die sich die soziale Situation in den Gebieten verbessern soll. Vorläufer der integrierten Stadtteilentwicklung kommen aus den Niederlanden.

Die Voraussetzungen

Um zu einem QM-Gebiet erklärt zu werden, müssen in einem Stadtteil verschiedene Faktoren zusammenkommen: Zum Beispiel eine defizitäre Infrastruktur, eine schwache Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit, eine große Zahl an Transferleistungsempfängern und viele Bewohner mit Migrationshintergrund. Finanziert wird das QM durch das 1999 verabschiedete Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ und durch EU-Mittel.

Die Gebiete

In 35 Berliner Stadtteilen wird momentan ein QM-Verfahren durchgeführt, mit dabei sind unter anderem die Acker- und die Brunnenstraße, der Mariannenplatz, der Wassertorplatz und das Zentrum Kreuzberg. Angefangen hat der Berliner Senat 1999: Damals legte er 15 genau begrenzte „Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf“ fest – dazu gehörte der Boxhagener Platz, der mittlerweile aus dem QM entlassen wurde. rni

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