Berlin : Was jetzt getan werden muss

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Bei einer SenatsUmfrage in mehr als 50 Beratungseinrichtungen kam heraus, dass 2002 rund 230 Fälle von Zwangsverheiratungen aktenkundig waren. Die Einrichtung Papatya gibt an, dass in diesem Jahr bisher über die Hälfte ihrer 52 um Hilfe suchenden Mädchen und Frauen von Zwangsheirat bedroht sind.

STRAFVERFOLGUNG

Bisher war Zwangsverheiratung keine Straftat. Erst Ende Oktober verabschiedete der Bundestag ein Gesetzespaket im Bereich Menschenhandel und Zwangsverheiratung, wonach Zwangsehen als Nötigung angesehen werden. Am Freitag wird der Bundesrat über das Gesetzespaket beraten.

FORDERUNGEN

Die Präventionsarbeit in den Schulen muss verstärkt werden. Betroffene brauchen schnelle Hilfe, Anonymität und bei Bedarf Jugendhilfe auch über das 18. Lebensjahr hinaus. Experten fordern Abschiebeschutz nach Aufhebung der Zwangsehe und eine Rückkehroption bei Verschleppung ins Ausland. sib

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