Was los im #Wedding (5) : Willkommen bei den Pinguinen!

Der Sommer ist endgültig vorbei, auch im Wedding. Selbst Polartiere werden hier schon gesichtet. Die besten Weddinger Tweets und Anekdoten.

von
Von wegen Klimaerwärmung: Pinguine jetzt auch schon in Berlin-Wedding gesichtet
Von wegen Klimaerwärmung: Pinguine jetzt auch schon in Berlin-Wedding gesichtetFoto: Lucas Gerrits

Das Wichtigste gleich mal vorweg. Man kann es in diesen Tagen ja nicht oft genug betonen. Die Weddinger setzen sich für Flüchtlinge ein! Aktiv. Engagiert. Und nicht selten auch ganz konkret und persönlich. So quartierte die Betreiberin des Tangoloft in der Gerichtstraße kurzerhand 30 Menschen in ihre Räumlichkeiten ein - über einen Facebook-Aufruf kamen spontan über 1000 Euro Unterstützung für Nahrung und Fahrkarten sowie zahlreiche weitere Sachspenden zusammen. Eine Aktion mit Vorbildcharakter!

Und auch bei Twitter fanden sich in den letzten Tagen Beispiele dafür, dass die Weddinger sich ihre Gastfreundschaft im Zweifel nicht nur auf die Fahnen, sondern auch auf die Fassaden schreiben: 

Das Zwischenmenschliche wird hier ja ohnehin meist auf dem kurzen Dienstweg geklärt. Oder auch mal auf dem ganz kurzen, wie diese schöne Anekdote zeigt...

Fragt sich nur, wie die Unterhaltung weitergegangen ist. Zuschriften gerne an die bekannte Email-Adresse (rechts in der Sidebar).

Aber wie dem auch sei. Entscheidend ist ohnehin, dass hier alles mit einer gewissen Coolness geregelt wird. Da sind die Ordnungshüter keine Ausnahme. Hatten wir an dieser Stelle ja auch schon mal – egal ob in offizieller oder privater Funktion, die Außenwahrnehmung ist ganz entscheidend. Und selbst wenn's vielleicht doch mal ernst wird – man muss ja nicht gleich die Gemütsruhe fahren lassen. Oder? 

Vielleicht liegt es auch ganz einfach daran, dass die Weddinger Tür immer schon die härteste war. Das jedenfalls legt der nächste Tweet nahe.

Aber genug der Kleinlichkeit. Und zum Wetter. Von dem in diesem Jahr bereits viel und oft die Rede war. Die Rekorde sind gepurzelt, nicht nur im Wedding, und nicht nur im Juli. Der wärmste und trockenste Sommer seit Anbeginn aller Zeiten? Von wegen. Das Klima scheint auch für Polarbewohner gut verträglich zu sein.

 

Und ständig ist der Weddinger, ist die Weddingerin, auf der Suche nach der zündenden Idee, die in eine wohlhabende Zukunft führt. Und wie jeder weiß, leben neue Geschäftsideen vor allem von einem schmissigen Namen. 

Muss man dann nur noch Kunden finden, die das Wortspiel tatsächlich schnallen. Könnte fast der schwierigste Part werden. Aber gut..

Mächtig Schlagzeilen machte über den Sommer ja auch der Artikel der New York Times, in dem der Wedding (zum wievielten Mal eigentlich?!) als Berlins NEUER, COOLER, HIPPER, endgültiger Hotspot gepriesen wurde (Versalien im Ton enthalten). Den Kern des Problems hat Katja Berlin ausgemacht und in einen Satz gepackt.

Würden wir natürlich niemals machen. Hier werden die Cupcake-Läden allenfalls mit der maximal möglichen Distanz gewürdigt. Nicht, dass es hinterher heißt, wir hätten nicht gewarnt. Beschwerdebriefe also bitte ausschließlich an die Kollegen in New York. Danke.

Und in diesem Sinne - bis zur nächsten Twitterschau aus dem wilden, weiten Wedding!

Die Weddinger Twitterschau erscheint als Serie. Zu den vorherigen Ausgaben geht es hier:

Teil 4: "Schnaps im Becher" /// Teil 3: "Ist die Spritze für mich?" /// Teil 2: "Petting und Axelwurf" /// Teil 1: "Du verkommenes Stück Berlin".

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben