Was los im #Wedding (6) : Rettet die Billigpizza!

Mit erhöhten Fastfood-Preisen geht die Gentrifizierung los, sagen die Weddinger. Nur gut, dass es noch Bier aus dem Automaten gibt. Die Twitterschau.

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Bei der Pizza fängt es an - Preiserhöhung im Wedding
Bei der Pizza fängt es an - Preiserhöhung im WeddingFoto: Flickr / rob_rob2001 / Creative Commons

Es gab hier anfangs ja mal einen Leser, der wieder (und immer wieder) gefordert hat, dass im Wedding-Blog doch bitte viel, viel mehr über die Kriminalität des „Problemstadtteils“ berichtet werden sollte. Er hat seinen Willen aber nicht bekommen, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass es hier für Otto Normalbewohner eigentlich nicht gefährlicher ist als anderswo in der Stadt.

Und es ist dann immer besonders schön, wenn sich rausstellt: Im Wedding ist es manchmal sogar noch viel sicherer als anderswo:

Und selbst Weitgereiste können bezeugen, dass man zwischen Bösebrücke und Westhafen nicht nur gefahrlos und ungestört, sondern auch durchaus genussvoll das eine oder andere Heißgetränk zu sich nehmen kann. So wie z.B. Felix Schwenzel (@diplix):

Nur wo zur Hölle ist Winterhude?

Egal.

Wo der Wedding ist, das ist dagegen überhaupt nicht egal und auch nicht zu übersehen bzw mitunter auch nicht zu überhören - egal ob in Berlin oder im Rheinland...

Und das ist dann vielleicht eine der wichtigsten Erkenntnisse, die von hier kommen: Die Message. Die ist die wichtigste. Sie muss rüberkommen. Egal, wie. Und das tut sie ja dann meistens auch:

 

Und weil sich das so langsam herumspricht, das mit der Fröhlichkeit und den guten Kaffees und dem ganzen anderen schönen, normalen Zeug in 65, sind ja längst auch die Geschäftemacher aufmerksam geworden und die Kiez-Aufwerter. Ein Thema, das ja auch schon hier im Blog diskutiert wurde. Beruhigend, dass die Aktivisten die Augen offen halten:

 

Wehret den Anfängen! Der Rote Wedding marschiert...

Aber noch ist es ein langer Weg bis zum K.o. der Weddinger by way of Gentrifizierung. Noch wird den Bedürfnissen des kleinen Mannes selbst in den großen glitzernden Konsumtempeln Rechnung getragen, wie Katja Berlin aus dem Gesundbrunnen-Center berichtet:

In diesem Sinne dann also: Prost und bis zum nächsten Mal!

Dieser Beitrag erscheint als Serie im Wedding-Blog des Tagesspiegel. Zu den ersten fünf Teilen geht es hier:

Teil 5: „Willkommen bei den Pinguinen“///

Teil 4: "Schnaps im Becher"///

Teil 3: "Ist die Spritze für mich?"///

Teil 2: "Petting und Axelwurf"///

Teil 1: "Du verkommenes Stück Berlin"

Bild: Flickr / rob_rob2001 / Creative Commons

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