Was macht die Familie? : Über den roten Teppich gehen

Wie eine Mutter die Stadt erleben kann.

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Im Sommer waren wir auf einer kleinen Insel im Atlantik. Wir hatten keinen Fernseher, die Handys gingen nicht, und eine Internetverbindung konnte unser Dörfchen auch nicht vorweisen. Der Große war verzweifelt und fuhr gelegentlich ins Einkaufszentrum der Hauptstadt, wo es kostenloses W-Lan gab.

Das Ganze liegt nun schon einige Wochen zurück, dennoch erinnere ich mich gern an diese Zeit. Karten spielen, kochen, lesen, quatschen, statt fernzusehen oder am Computer zu surfen, herrlich. Leider ist das vorbei. Denn kaum kamen wir nach Hause, war Schluss mit der netz- und medienfreien Beschäftigung. Schade!

Doch so schön das Landleben ist, ich muss sagen, die Metropole hat auch ihre Vorzüge. Etwa die Kinos. Neulich waren wir auf der Europapremiere der „Unterweltchroniken“. Der Film handelt von Schattenjägern, Dämonen und Magiern, es geht auch um Liebe und Mut und Verrat. Das Ganze basiert auf den Büchern von Cassandra Clare, die unter Mädchen zwischen 12 und 17 inzwischen tausend Mal angesagter ist als „Twilight“-Autorin Stephenie Meyer. Also das absolut richtige Event für meine 13-Jährige und ihre Freundin, die die Karten besorgt hatte.

Und für uns Begleitmütter. Auf Premieren gehen wir ansonsten eher selten. Umso mehr haben wir den Trubel genossen. Wir sind zusammen über den roten Teppich im Sony-Center gegangen, haben – je nach Alter – kostenloses Popcorn, Softdrinks oder Cocktails in uns hineingestopft. Und wir alle dachten dasselbe: Oh, wie schön ist Berlin! Heike Jahberg

„Chroniken der Unterwelt - City of Bones“ läuft seit Donnerstag im Kino

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