Was Promis zu Weihnachten essen : Jeder bekommt sein Fett weg

Festbraten, Fondue oder doch Würstchen mit Kartoffelsalat? Hier erzählen Prominente, was Weihnachten serviert wird.

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Heiligabend hält es Clemens Schick ganz schlicht. Groß gefeiert werde bei ihm nicht, sagt der Schauspieler („Das Geheimnis der Wale“). Deshalb kommt am Weihnachtsabend auf seinen Esstisch – der 39-Jährige wohnt im Kiez am Kreuzberger Oranienplatz – auch eher einfache Kost: „Bei mir gibt es Kartoffelsalat und Würstchen.“ Er sei in einer Großfamilie aufgewachsen, „und das ist simpel zuzubereiten“.

Ganz anders sein Kollege Tom Schilling (29, „Der Baader Meinhof Komplex“). Gemeinsam mit seinem Sohn will er in seiner Wohnung erst den Baum aufstellen und schmücken, „aber ohne Kitsch“. Dann gibt es Braten von Gans oder Ente. Natürlich selbst gemacht, sagt er, er arbeite einfach gerne mit dem Bräter. Davor geht es in die Kirche. „Ich bin zwar ausgetreten, habe aber als Kind selbst beim Krippenspiel mitgemacht und war da Hirte, Josef und ein Engel“, erinnert sich Schilling.

Die Waage beweist es jedes Jahr aufs Neue: Weihnachten werden nicht nur Geschenke ausgepackt, sondern auch Kalorien gefuttert. Nur was kommt Heiligabend auf den Tisch: Kartoffelsalat mit Würstchen oder ein festlicher Braten?

Weder noch, sagt Berlinale-Chef Dieter Kosslick, 63, und zitiert aus seinem Menü: Maronensuppe, Havelzander in Salzteig, dazu Kartoffel-Artischocken-Gemüse und später gibt’s warmen Mont d’Or-Käse mit Birnen. Dazu halten es die Kosslicks in ihrer Wohnung in Tiergarten klassisch. „Wir hören und spielen Weihnachtsmusik, Bachs Weihnachtsoratorium von Harnoncourt, das Christkind kommt, Kerzen brennen am geschmückten Baum“, sagt Kosslick. Statt Glühwein gib es Lemberger Wein aus seiner baden-württembergischen Heimat.

Schauspielerin Mariella Ahrens – sie lebt in einem Haus in Grunewald – liebt hingegen Fondue. In einen heißen Topf kommen Käse und Weißwein, im anderen werden dünne Fleischstücke in Brühe gekocht. Danach ist Bescherung, zur Freude der vierjährigen Tochter. „Mein Vater spielt immer den Weihnachtsmann für die Kinder“, sagt Ahrens, 42. „Die Kleine glaubt es immer noch.“

Fleischfondue gibt es auch beim Berliner Schauspielerpaar Marco Girnth („Alarm für Cobra 11“) und Katja Woywood. „Das gehört einfach dazu, das ist die totale Kindheitsassoziation“, sagt Girnth. Danach geht es mit dem Sohn in die Christmette. „Dann sind alle schon ganz unruhig wegen der Geschenke.“

Der Hamburger Fernsehkoch Christian Rach, der am Hausvogteiplatz gerade die alte Sat.1-Kantine umbauen lässt, verrät nur so viel: Etwas Geschmortes werde es auf jeden Fall geben, weil es praktisch sei. „Mein Bruder kommt mit der Familie aus Afrika angereist, da sind wir etwa 20 Leute.“ Natürlich will sich der Koch selbst ums Essen kümmern, nachdem die Familie am Nachmittag gemeinsam aus der Kirche kommt.

Zu Hause bei Schauspieler Marek Erhardt (42, „Tatort“, „Traumschiff“) gibt es Gans für die Familie. Die macht er aber nicht selbst, sondern lässt sie wie in den vergangenen zehn Jahren auch in einem Restaurant vorbereiten. „Dann kann ich mich um die Bescherung kümmern und mittags mit Freunden einen trinken gehen“, sagt er. Zu Gans greift auch Filmproduzentin Minu Barati-Fischer, „selbst zubereitet!“, betont sie. Schauspielerin Eva Habermann („Ossi’s Eleven“) wird Weihnachten bei den Eltern in Hamburg verbringen – mit Blauen Zipfeln auf dem Teller. „Das sind keine gequetschten Geschlechtsteile, sondern in Essigsud gegarte Bratwürste“, sagt sie. Die gebe es immer, weil sie so unkompliziert seien.

Heiligabend wird Komiker Volker „Zack“ Michalowski, 40, mal ernst. Daheim bei der Familie in Dresden werden Kartoffelsalat und Würstchen serviert, „einfach aus Tradition“, da helfe er auch gerne mal in der Küche mit. Danach wird gesungen und Flöte und Gitarre gespielt.

Gesangstalente scheint es in der Familie von Moderatorin Mirjam Weichselbraun, 30, in Tirol nicht zu geben. „Ich weiß nicht, wer das bei uns in der Familie übernehmen soll. Ich lese gerne die Weihnachtsgeschichte vor“, sagt die Moderatorin. Das Essen steht schon seit Jahren fest. „Seit ich klein bin, gibt es immer Nudelsuppe mit Würstchen“, sagt sie. „Das Rezept stammt von meiner Oma.“

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