Berlin : Was von der Affäre übrig blieb

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IRENE MOESSINGER

UND NORBERT WAEHL

Fast 25 Jahre lang führte das Duo das mit einer Erbschaft gegründete Tempodrom, erst als Zelt im Tiergarten, seit 2001 als Haus am Anhalter Bahnhof. 2004 mussten sie Insolvenz anmelden, letztes Jahr zogen sie sich auf Druck des Insolvenzverwalters aus dem Geschäft zurück. Moessinger ging ins Kloster und schreibt ein Buch, auch Waehl kehrte Berlin den Rücken. Der Staatsanwalt ermittelt bis heute gegen beide wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug, ebenso gegen vier Verwaltungsmitarbeiter. Alle anderen Ermittlungen in der Affäre wurden eingestellt.

PETER STRIEDER

Der einstige Senator und SPD-Chef war jahrelang der größte politische Förderer des Tempodroms, erst als Kreuzberger Bezirksbürgermeister, später als Stadtentwicklungssenator. Untreue lautete der Verdacht, dessentwegen gegen ihn ermittelt wurde. Einen Prozess lehnte das Landgericht jedoch ab. Zwar hätte er durch eine Millionen-Hilfe fürs Tempodrom seine Vermögensbetreuungspflicht verletzt und sie nicht ohne das Parlament genehmigen dürfen. Es sei dem Land aber nicht direkt geschadet worden. Strieder trat 2004 wegen der Affäre zurück. Er arbeitet heute als Unternehmensberater. lvt

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