Berlin : Was will der neue Vorstand ändern?

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Frau Tharan, wie werden Sie die inhaltliche Debatte über die Rolle der Grünen in Berlin führen?

Ich will den Schwerpunkt auf die Umweltpolitik legen: Wie können Ökologie und Großstadt besser vernetzt werden? Meines Erachtens ist dieser Bereich vernachlässigt worden. Außerdem haben wir uns in Berlin mit den vielfältigsten Aufgaben zu beschäftigen: Wie können wir arbeitsmarktpolitische Akzente setzen, wie schaffen wir es, mehr Ansiedlungen in die Stadt zu bringen oder wie sieht eine gute Politik in sozialen Brennpunkten aus?

Wie soll die Zusammenarbeit zwischen GrünenLandesvorstand und Fraktion künftig verbessert werden?

In dem neuen Gremium, dem erweiterten Landesvorstand, werden auch Mitglieder der Fraktion sein. Der Landesvorstand wird regelmäßige Treffen organisieren. Es sollen nicht wie in der Vergangenheit Ad-hoc-Runden einberufen werden. Fraktion und Parteispitze werden stringenter zusammenarbeiten und besser an einem Strang ziehen. Auch die Bezirke müssen besser eingebunden werden.

Sie sind seit 2001 Vorsitzende des Grünen-Kreisverbandes in Pankow. Behalten Sie ihr Amt?

Nein, das werde ich nicht mehr schaffen, weil der Landesvorsitz ein Fulltime-Job ist.

Ihre Vorgängerin Regina Michalik hat die Partei aufgefordert, ein rot-grünes Regierungsprogramm zu erarbeiten. Stimmen Sie dem zu?

Ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr noch Neuwahlen gibt.

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