• Wasserspeicher wird trockengelegt: Der beliebte Veranstaltungsort in Prenzlauer Berg wird bis zum Spätherbst saniert

Berlin : Wasserspeicher wird trockengelegt: Der beliebte Veranstaltungsort in Prenzlauer Berg wird bis zum Spätherbst saniert

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Das könnte Ärger geben: Bei der Sanierung des Geländes um den Wasserturm an der Knaackstraße müssen mehrere alte Bäume gefällt werden. "Anders könnten wir die Arbeiten nicht fortsetzen", sagte Baustadträtin Dorothee Dubrau gestern bei der Vorstellung des Projekts.

Bereits seit Mai dieses Jahres sind 42 Männer damit beschäftigt, eine meterdicke Lehmschicht vom gemauerten Dach des unterirdischen Wasserreservoirs abzutragen. Die ABM-Kräfte arbeiten mit Spitzhacke, Schaufel und Schubkarre und haben bislang eine 30 Meter lange und 15 Meter breite Grube ausgehoben. "Das ist eine richtig schwere Arbeit", sagt Vorarbeiter Ralf-Peter Fürneisen, der mit seinen Kollegen von werktags von 6 bis 13.30 Uhr im Einsatz ist. Zweck: Bis zum Spätherbst soll das Wasserreservoir oben und an den Seiten abgedichtet werden. Außerdem baut der Berliner Architekt und Denkmalexperte Klaus Pöschk ein einstöckiges Häuschen auf dem ehemaligen Wasserspeicher wieder auf. Weil es die Originalgrößen nicht mehr gibt, lässt Pöschk die Ziegel extra brennen. Und er richtet sich nach Originalentwürfen, die er im Landesarchiv und im Heimatmuseum gefunden hat. "Das wird nicht teurer als ein Neubau", versichert der Baumeister. Das Häuschen wegzulassen, kam nicht in Frage. Es hätte das endgültige Aus des Wasserreservoirs als Veranstaltungsort bedeutet. Bisher hatte die Bauaufsicht stets ein Auge zugedrückt. Doch auf Dauer war aus Sicherheitsgründen ein zweiter Ausgang nötig. Dieser wird nun mit dem Häuschen geschaffen, das direkt auf einer steinernen Wendeltreppe stehen wird. Insgesamt kosten die Arbeiten 1,6 Millionen Mark. Rund eine Million steuert das Arbeitsamt bei. Die Baustadträtin hat die Anwohner bereits per Postwurfsendung über die Bauarbeiten ins Bild setzen lassen. Dass sechs bis acht Bäume gefällt werden müssen, ist auch bekannt. Beschwerden gab es bisher aber nicht.

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