Berlin : Wasserstädte: Neue Konzepte in alter Tradition

Rainer W. During

"Bisher mussten sich die Menschen dem Haus anpassen. Wir präsentieren Häuser, die sich den Bewohnern anpassen", sagt Uli Hellweg, Geschäftsführer der Wasserstadt GmbH. Unter dem Namen "Berlin Terrace" haben acht Architektenbüros aus dem In- und Ausland einen neuen Haustyp entwickelt, der an alte Traditionen anknüpft. Er soll das Bild im Uferbereich des Spandauer Quartiers Haveleck sowie in je einem Bauabschnitt der Rummelsburger Bucht und der Stralauer Halbinsel prägen.

Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass in Berlin die klassische Familie, mit zwei Kindern, immer mehr anderen Formen von Wohngemeinschaften weicht. Die neuen Hausmodelle sollen sich für Singles ebenso wie für Freiberufler und Großfamilien eignen. Aufgegriffen wurde dabei das Konzept der Londoner "Terraces" aus der Anfangszeit des 19. Jahrhunderts. Wohnhäuser, die sich in eine große einheitliche Geste des Städtebaus einfügen. Auch das rheinische Dreifensterhaus und das Amsterdamer Grachtenhaus entsprechen diesem Typ: Drei- bis fünfgeschossige Häuser, die bis zu sieben Meter breit sind, 120 bis 250 Quadratmeter Wohnfläche je Wohnung und einen kleinen Garten oder eine Dachterrasse bieten. Entstanden ist eine Reihe kombinierbarer Entwürfe, die eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Großer Wert wurde auf die Bezahlbarkeit gelegt.

Der Anfang wird im Haselhorster Quartier Haveleck gemacht. Hier am Spandauer "Sunset Boulevard" (Hellweg) sind nach Angaben des Wasserstadt-Geschäftsführers die ersten vier Häuser verkauft worden.

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Mit einjähriger Verspätung soll im östlichen Teil des Quartiers jetzt auch mit dem Bau von herkömmlichen Doppel-, Reihenhäusern und Stadtvillen begonnen werden.

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