Wasserstreit : Wowereit will Tacheles helfen - vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren hatte sich Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) in den Streit um die Wasserversorgung des vom Aus bedrohten Kunsthauses Tacheles eingeschaltet. Ab dem 1. Juli sollte dort kein Wasser mehr fließen. Was ddp darüber berichtete.

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14.01.2010. Das legendäre Berliner Kunsthaus Tacheles in der Oranienburger Straße ist räumungsbedroht. Das Gebäude mit etwa 30...Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Wowereit habe am Donnerstag den Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe (BWB), Jörg Simon, gebeten, eine Lösung zu finden, um die Wasserlieferungen über den 1. Juli hinaus zu ermöglichen, sagte ein Sprecher der Kulturverwaltung der Nachrichtenagentur ddp. Simon habe eine Prüfung zugesagt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Tacheles-Notgemeinschaft hatte eine Tochtergesellschaft der Fundus-Gruppe, der das Gelände gehört, den Vertrag mit den Wasserbetrieben zum 1. Juni gekündigt. Das Unternehmen habe dem Tacheles in der Ruine an der Oranienburger Straße in Mitte noch eine „Gnadenfrist“ bis 1. Juli eingeräumt.

Kunsthaus Tacheles
Ein Investor hatte eine Mauer im Torbogen des Künstlerhauses bauen lassen - jetzt wollen die Tacheles-Künstler das Hindernis überbrücken. So soll die Brückenkonstruktion aussehen. Im Hintergrund ist der Hofgenerator zu sehen. Der Strom ist abgestellt worden und die Künstler müssen sich selbst helfen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 40Foto: Jakob Hauser
06.05.2011 08:18Ein Investor hatte eine Mauer im Torbogen des Künstlerhauses bauen lassen - jetzt wollen die Tacheles-Künstler das Hindernis...

Hintergrund der Auseinandersetzungen ist die Insolvenz der Tochterfirma der Fundus-Gruppe, die dort Wohn- und Geschäftshäuser bauen wollte. Die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank als Hauptgläubigerin will das Areal verkaufen und strebt eine Zwangsversteigerung an. ddp

Der Beitrag erscheint in unserer Rubrik "Vor fünf Jahren".

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