WAS TUN? : Ohne Reue keine Vergebung

Wer eine Todsünde begangen hat, auf den

wartet: die Hölle. Es muss aber nicht zum

Äußersten kommen, schließlich ist die Barmherzigkeit Gottes grenzenlos. Sünden, sogar die Todsünden, können vergeben werden.

Dafür gibt es die Beichte, für Katholiken wie

für Protestanten. Laut Katechismus der katholischen Kirche spricht „die Kirche durch den Priester in persona Christi den Sünder kraft göttlicher Vollmacht von seinen Sünden los“. Hingehen, knien, sprechen und Schluss –

so einfach ist das mit der Beichte aber nicht.

Wichtigste Voraussetzung für jede ordentliche Beichte ist die Reue. Ohne Reue keine Vergebung. Um die Reue einzuleiten, helfen ein

Gebet und die Erforschung des Gewissens. Wer nicht erkennt, was er falsch gemacht hat, kann auch nichts bereuen, klar. Zur guten Beichte gehört natürlich auch der Vorsatz,

sich zu bessern. Und dass im Beichtgespräch alle Sünden – aber auch wirklich alle! – auf

den Tisch kommen. Danach geht es darum,

die „Buße zu verrichten“, also das begangene Unrecht zu begleichen und die Folgen der Schuld abzutragen. Zum Beispiel, indem man Gestohlenes zurückgibt, Feinden verzeiht und brav die Bußübungen ausführt, die der Priester auferlegt. Für Berlin wäre das mindestens eine vierwöchige Kehrwoche gegen die Trägheit,

ein halbes Jahr Demut gegen Neid und Hochmut, ein Jahr Freundlichkeit und Zurückhaltung gegen Zorn und Wollust. Mit dem Insichgehen und Besinnen könnte man gleich am Montag nach der Wahl beginnen. Nur: Was tun

gegen den Geiz? Da hilft wohl nur beten:

Erbarme Dich dieser Stadt, o Herr! clk

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