Berlin : Wegen 500 Mark entführt

Prozess gegen 21-Jährigen, der sein Opfer vier Tage gefangen hielt

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Vor dem Berliner Landgericht muss sich seit Donnerstag der 21-Jährige Marcel K. wegen Geiselnahme und Misshandlung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sein 19 Jahre altes Opfer im April 2001 vier Tage in einer Wohnung im Bezirk Wedding gefangen gehalten und geschlagen zu haben.

Der 19-Jährige war mit einem Messer bedroht worden und mehrfach mit Fäusten und anderen Gegenständen geschlagen worden sein. Der Vater des 19-Jährigen sollte 500 Mark für die Freilassung seines Sohnes zahlen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten erpresserischen Menschenraub vor. Nach Auskunft seiner Anwältin bestreitet der junge Mann die Vorwürfe allerdings.

Drei Komplizen des Angeklagten, denen der Prozess gesondert gemacht worden war, waren 2001 zu Strafen von zwei bis vier Jahren verurteilt worden. Ein weiterer Täter erhielt eine Geldstrafe von 12 000 Mark. Das Quartett war bei der Geldübergabe festgenommen worden.

Das Opfer erlitt durch die Misshandlungen Beulen und Platzwunden an Kopf und Körper.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. dpa/Tsp

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