Wegen Nötigung : Ex-Boxweltmeister Rocchigiani muss 3600 Euro Strafe zahlen

Mehrere Niederlagen vor Gericht hat Graciano Rocchigiani schon hinter sich - jetzt kommt eine weitere hinzu. Wegen Nötigung einer Bekannten wurde der Boxer zu einer Geldstrafe verurteilt.

Kerstin Gehrke
Boxer Rocchigiani soll einer Bekannten das Handy entrissen haben. Dafür wurde er nun zu einer Geldstrafe verurteilt.
Boxer Rocchigiani soll einer Bekannten das Handy entrissen haben. Dafür wurde er nun zu einer Geldstrafe verurteilt.Foto: dapd

Der frühere Boxweltmeister wehrte sich: „Ich habe nichts gemacht.“ Aber eine Amtsrichterin sah das anders und zählte den 48-jährigen Graciano Rocchigiani am Dienstag an. Eine Geldstrafe von 3600 Euro soll er wegen Nötigung zahlen. Hintergrund ist ein Zoff mit einer 30-jährigen Bekannten vor einem Jahr in einer Pension in Grunewald. „Rocky“ soll ihr das Handy „entrissen“ haben, nachdem sie die Polizei alarmiert hatte. „Die Anklage hat sich bestätigt“, waren sich Staatsanwalt und Richterin einig. Der Ex-Champion hatte Freispruch verlangt. Die Hauptbelastungszeugin habe gelogen, sagte seine Verteidigerin.

Und das angebliche Opfer hatte sich fast auf die Seite des Ex-Boxers gestellt. „Ich finde ja nicht, dass man für so etwas verurteilt werden muss“, verkündete die Hotelfachfrau. Sie habe ihr Handy ja auch unbeschadet zurückbekommen. Als am 1. Juli 2011 gleich vier Funkwagen anrückten, saß Rocky friedlich beim Bier und gab den Beamten das Telefon. Der Ex-Weltmeister war deutlich alkoholisiert. Bei dem Streit ging es um Geld, um das er sich betrogen fühlte. Angeblich ließ er die Bekannte nicht gehen, drohte ihr. Der Vorwurf sei nicht erheblich, habe aber besonderen Einschlag wegen Rocchigianis Vergangenheit, sagte der Ankläger. Seit 1997 gab es für „Rocky“ im Gerichts-Ring K.o.-Niederlagen als Pöbler, Schläger und Verkehrssünder.

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