Berlin : Weihnachten in Berlin: Relativ ruhige Feiertage für Polizei und Feuerwehr

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Während sich die meisten Berliner über die Feiertage vom Arbeitsalltag erholten, hatten Polizei und Feuerwehrleute einiges zu tun. Vom Einsetzen des Schneefalls am 24. Dezember bis gestern, 16 Uhr, zählte der Lagedienst der Polizei 883 Verkehrsunfälle, die meisten davon mit Blechschaden. Tödlich verletzt wurde niemand, es gab aber einige schwer Verletzte, etwa mit Knochenbrüchen. Damit blieb die Zahl der Verkehrsunfälle im Durchschnitt - sonst kracht es in Berlin rund 350 Mal am Tag. Am 21. Januar 2000 zählte die Polizei infolge des Schneeeinbruchs 707 Unfälle in nur 12 Stunden.

Bei der Feuerwehr lagen die Einsatzzahlen über die Feiertage trotz Weihnachtsfeiern, Christbaumkerzen, potenziellen Familienfehden und Schneeglätte nach Auskunft der Leitstelle "leicht unter dem Durchschnitt". Doch die Feuerwehrleute mussten zu einigen Bränden ausrücken - bei einem kam ein Mensch ums Leben. Ein Feuer in der Stettiner Straße in Wedding war gegen 4.20 Uhr früh bemerkt worden. Infolge des Schwelbrandes starb ein 83-jähriger Mann, er konnte nach Auskunft von Diethelm Thiem vom Lagedienstsprecher der Polizei "nur noch tot geborgen werden". Der Brand wurde offenbar durch einen Brand eines elektrischen Geräts oder einen Kurzschlussausgelöst, auf ein Fremdverschulden wies nichts hin.

Am Nachmittag des Zweiten Feiertages wurde die weihnachtliche Ruhe auch in Charlottenburg gestört: Rauch und Flammen schlugen aus den Fenstern einer Erdgeschosswohnung in der Charlottenburger Lohmeyerstraße. In der Wohnung in dem fünfgeschossigen Haus brannten Möbel. Das Feuer war gegen 15 Uhr gemeldet worden, eine knappe halbe Stunde später war alles unter Kontrolle. Drei Bewohner wurden mit Hilfe einer Fluchthaube in Sicherheit gebracht.

Ebenfalls nachmittags musste die Feuerwehr in die Schöneberger Grunewaldstraße 92 ausrücken: Im Keller eines dreistöckigen Schulgebäudes krachten und brannten Feuerwerkskörper - offenbar noch vom Millenniumssilvester.

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