Berlin : Weihnachten, Weltkrieg und Kinobilder Verlosung zur Premiere von „Merry Christmas“

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So hatte sich der britische Gefreite Leslie Walkinton das Christfest 1914 nicht vorgestellt. Gerade noch war der Tod im Schützengraben allgegenwärtig, und nun das: „Niemals sah ich ein schöneres Bild des Friedens: Einer unserer Offiziere fotografierte uns, wie wir mit deutschen Soldaten zusammenstanden. Wir verbrachten den ganzen Tag mit ihnen im Niemandsland und tauschten Zigaretten. Es war wie im Stadion bei einem Fußballspiel.“

Der spontane Weihnachtsfrieden an der Westfront wurde erst unlängst bekannter. Vor zwei Jahren erschien dazu Michael Jürgs’ Buch „Der kleine Frieden im Großen Krieg“, nun sollen die friedlichen Stunden des Ersten Weltkriegs unter dem Namen „Merry Christmas“ auch das Publikum ins Kino locken. In Deutschland läuft der Film an diesem Donnerstag an, doch am Vorabend wird in der Komischen Oper erst einmal gefeiert. Es wird um „festliche Abendgarderobe (Smoking/dunkler Anzug)“ gebeten, erwartet werden die Darsteller Daniel Brühl, Benno Fürmann, Diane Krüger, Gary Lewis und Regisseur Christian Carion. Mit der Gala kehrt der Film an seinen Ursprungsort zurück: „Merry Christmas“ wurde unter anderem von der Berliner Senator Film produziert, mit Drehorten in Schottland, Frankreich, Rumänien und schließlich auch in Berlin. Im Mittelpunkt steht Benno Fürmann als Opernsänger, den es in den Schützengraben verschlagen hat. Er wird es sein, der den ersten Schritt heraus aus dem Schützengraben wagt, ohne Gewehr, Weihnachtslieder singend. ac

Zur Premiere von „Merry Christmas“ am Mittwochabend in der Komischen Oper verlost der Tagesspiegel fünf Mal zwei Freikarten. Wer die Gala besuchen möchte, maile am heutigen Montag bis 15 Uhr an verlosung@tagesspiegel.de, bitte unter Angabe der Telefonnummer.

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