Weihnachtsmärkte : Lichterglanz und Chinapfanne

An diesem Montag beginnt die Saison der Weihnachtsmärkte. Insgesamt 60 Märkte hat die Tourismus-Marketinggesellschaft Visit Berlin gezählt.

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Fest fürs Fest. Auf den Märkten laufen die letzten Vorbereitungen.
Fest fürs Fest. Auf den Märkten laufen die letzten Vorbereitungen.Foto:Adam Berry/dapd

Schneefall an diesem Montag – das wäre sicher etwas viel verlangt. Das schafft der Wettergott ja selbst zu Weihnachten hierzulande nur selten. Aber schön wäre es doch, so ein weißes Geriesel am Abend, wenn die Lichterketten glimmen, die Kinderaugen leuchten, die Lebkuchen duften und die Chinapfanne... na, lassen wir die beiseite, auch wenn sie zu einem hiesigen Weihnachtsmarkt mittlerweile gehört wie das Amen in der Kirche, um das es zu Weihnachten, man vergesse das nicht, ja doch auch gehen sollte.

Aber ob nun mit weißen Flocken oder mit Sonnenschein oder gar Regen – die Saison der Weihnachtsmärkte beginnt in Berlin an diesem Montag, wie gewohnt unmittelbar nach dem Totensonntag. Noch herrschen hier keine Potsdamer Verhältnisse, wurde die Saison nicht, wie in der Nachbarstadt, um einige Tage vorgezogen. Früher genügte Städten wie Berlin – aber das ist lange her – ein einziger Weihnachtsmarkt. Heute hat man mitunter das Gefühl, dass man für die kommenden Wochen der Einfachheit halber eher die marktfreien Zonen auflisten sollte, so unübersichtlich ist das Angebot. Aber da das so ist, muss es ja auch einen Bedarf in dieser Größenordnung geben.

Insgesamt 60 Märkte hat die Tourismus-Marketinggesellschaft Visit Berlin gezählt, das Angebot reiche von besinnlich und märchenhaft bis trendig und urban. Auf besonders viel Zuspruch dürfen erneut die Märkte an der Gedächtniskirche, am Schloss Charlottenburg (mit Verkaufsstand des Tagesspiegels), in der Altstadt Spandau, am Alexanderplatz, vor dem Roten Rathaus und auf dem Gendarmenmarkt hoffen. Den „Weihnachtszauber“ vor Schinkels altem Schauspielhaus wird an diesem Montag, 18 Uhr, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) eröffnen, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Zagreb, Milan Bandic. Der zentrale Baum nämlich ist diesmal eine Spende der kroatischen Hauptstadt, stammt zwar aus der Berliner Region, wurde aber geschmückt nach altem kroatischen Brauch. Am Mittwoch, gleiche Uhrzeit, ist Wowereit dann schon wieder vorweihnachtlich gefordert, wird dabei sein, wenn die saisonale Festbeleuchtung auf dem Kurfürstendamm angeknipst wird. Dann fehlt eigentlich nur noch der Schnee.

Weitere Infos zu den Weihnachtsmärkten gibt es auf unserer Extraseite an diesem Freitag. Die Liste im Internet: www.berlin.de/orte/weihnachtsmaerkte.

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