Berlin : Weingenuss gedruckt

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Wenn es um Wein geht, ist Paula Bosch eine Autorität - aber keine Revolutionärin. „Ich bin harmoniesüchtig. Was ich im Wein rieche, muss ich auch in der Speise schmecken“, sagt die Sommeliére, die sich als vermutlich erste Frau in der Top-Gastronomie und der Publizistik gleichzeitig für das Thema stark gemacht hat. Sie arbeitet im Münchener „Tantris“ - und da war der Berliner Tantris-Ableger „Portalis“ der naheliegende Ort, um hier ihr neues Buch „Weingenuss“ vorzustellen. Es ist gerade im Econ-Verlag erschienen, ein persönlicher Überblick über die Weinwelt, wie sie sich den Augen der Expertin heute darstellt. Sie selbst, so verriet sie im Gespräch mit dem Berliner Weinhändler Georg Mauer, hat sich in jungen Jahren mit den österreichischen Süßweinen ans Thema herangeschleckt – Anlass für einen Appell an die französischen Winzer, die süßen Weine doch bitte nicht länger zu vernachlässigen. Denn sonst, so meint sie, seien die ans Süße gewohnten Jugendlichen für den Wein generell verloren. In Deutschland steht es besser, aber dennoch ist es selbst für die bekannte Sommeliére schwer, im Restaurant so viele deutsche Weine zu verkaufen, wie sie es gern hätte. Zur Pressevorstellung gab es übrigens Prosecco und steirischen Weißwein. bm

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