Berlin : Weißer Massai

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Werner van Bebber entdeckt bei der CDU entwicklungspolitische Absichten Die östlichen Bezirke sind für die Berliner CDU noch immer Diaspora. Mitgliedschaft, Macht und Mentalität des Landesverbandes sind westlich. Als hätten die Strategen der Partei das akzeptiert, verabschiedeten sie sich am Wochenende von Günter Nooke. Nooke ist der einzige CDUPolitiker aus dem Osten der Stadt, der es geschafft hat, bundespolitische Prominenz, kulturpolitische Bemühungen und einen Vollbart so zusammenzubringen, dass man ihn in der Berliner CDU kennt und dennoch nicht auf der Landesliste nominiert. Merkwürdige Nahost-Konflikte und Vorbehalte wirken in diesem Nichtverhältnis zwischen west-berlinisch geprägten Kreischefs und einem ostdeutschen Bürgerrechtler. An solchen Nichtverhältnissen ist keiner unschuldig. Dass aber die Berliner CDU den Konflikt nicht löst, hat etwas Peinliches. Ihr Ehrenvorsitzender Eberhard Diepgen sagte als Regierender gerne, in Berlin seien die Ost-West-Gegensätze besonders gut zu greifen. Vielleicht zu gut. Immerhin soll der nächste Bürgermeister-Kandidat in Gestalt von Klaus Töpfer aus Nairobi kommen. Wenn das mal nicht zu viel entwicklungspolitischer Anspruch ist.

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