Berlin : WEIT OBEN, GANZ UNTEN

Doch, es ist wirklich Berlin, am linken Bildrand steht die Gedächtniskirche, der hohle Zahn ist ein wenig verborgen hinter dem „Neubau“ von Egon Eiermann aus dem Jahr 1961. Diese Perspektive zeigt den Blick vom Europacenter und befremdet: Weil der Tiergarten am Breitscheidplatz beginnt und weil neue Türme weiter im Westen hinzugekommen sind. Neue Türme? „Wenn die Stadt es zulässt, könnte man an diesem Ort in die Höhe gehen“, sagt Thomas Willemeit, einer der drei Köpfe von Graft-Architekten. Denn die Öffnung der City West zum Tiergarten würde die Nachfrage nach Bauland am Rand des Stadtparks steigen lassen und dort auch Wohntürme möglich machen. Dass Menschen in Türmen wohnen möchten, davon ist Thomas Willemeit überzeugt. Er schwärmt von den Perspektiven auf die Stadt aus luftiger Höhe – bei einer Tasse Kaffee am Morgen oder einem Drink am Abend. Die Türme könnten eine neue Stadtkrone für die City West bilden. Wie kraftvoll ein solches Bild sein kann, lasse sich schon am westlichen Rand des Breitscheidplatzes erahnen, wo mit dem Zoofenster das erste neue Hochhaus in die Höhe wächst: 118 Meter soll es messen. Und genau gegenüber ist ein weiterer Turm geplant. Doch bisher liegt das Projekt auf Eis – es mangelt noch an mutigen Investoren. ball

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