Berlin : Weiter Bangen um Berliner Sahara-Biker

Christian Grüne gehört zu den Geiseln. Gestern hieß es, er sei befreit. Aber die Hoffnung hielt kurz

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Gestern sah es so aus, als hätte Christian Grüne nun alles überstanden. Doch die Hoffnung, dass auch der Berliner unter den 32 in der algerischen Sahara entführten Touristen nun wieder in seine Heimatstadt zurückkehren kann, hielt kurz. Denn die Meldungen internationaler Medien über die Befreiung der letzten seit Monaten in der Wüste vermissten Abenteurer wurden am späten Nachmittag vom algerischen Generalstab dementiert.

Der 37Jährige Finanzfachmann aus Mitte war am 21. Februar mit drei anderen Bikern aus den Niederlanden, aus Detmold und Miesbach zur Wüstentour über die so genannte Gräberpiste gestartet. Unter Motorradkollegen gilt Grüne als erfahrener und genauer Biker – doch die Vorbereitungen zur Saharatour mit seiner „KTM 640 Adventure“ hat er offenbar recht überstürzt getroffen. Grüne bat nur wenige Tage vor seiner Abreise beim Händler an der Allee der Kosmonauten 138 noch schnell um ein Informationsgespräch. Geschäftsführer Andreas Walter hatte die Tour über die „Gräberpiste“ nämlich selbst zwei Wochen zuvor unternommen. „Wir haben ihm nach einer Inspektion empfohlen, seine Kette zu erneuern und ein GPS-Navigationsgerät mitzunehmen“, erinnert sich Walter. Die Maschine, 60 PS stark und 150 Kilo schwer, gilt wegen des geringen Gewichts als leicht zu handhaben.

Doch dass die Biker auf Erlebnisurlaub in Algerien ganz andere Probleme bekommen würden und monatelang um ihr Leben bangen müssten – damit hatte niemand gerechnet. kög

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