Berlin : Weiter schwimmen

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Sport macht Spaß. Sport hilft, gesund zu bleiben. Sport ist aber auch wertvolle Jugend- und Sozialarbeit. Rund 555 000 Berliner sind in mehr als 2000 Vereinen organisiert. Nicht eingerechnet die vielen Angebote im Freizeitbereich. Dazu gehören auch die Berliner Schwimmbäder. Zehn von ihnen wurden seit 2002 geschlossen und in den nächsten Jahren werden die Landeszuschüsse für die Bäder weiter reduziert.

In diesem Jahr erhalten die „Berliner Bäder Betriebe“ (BBB) noch 34,5 Millionen Euro für den laufenden Betrieb. Das ist weit mehr als für die „richtige“ Sportförderung zur Verfügung steht. Trotzdem lassen sich mit dem Geld gerade einmal die Personalkosten der Bäder (32,5 Millionen Euro) begleichen. Trotz aller Sparmaßnahmen sind die BBB immer noch Europas größter Bäderbetrieb – mit mehr als 60 Hallen- und Freibädern. Es darf also auf relativ hohem Niveau gejammert werden. Die „Wasserfreunde Spandau 04“, der international erfolgreiche Wasserballverein, wird sich vielleicht noch mit Grausen an 2002 erinnern, als das Vereinsbad am Olympiastadion geschlossen werden sollte. Der unsinnige Plan wurde zu den Akten gelegt.

Der größte Brocken im Berliner Sporthaushalt sind übrigens die laufende Unterhaltung, der Bau und die Sanierung von Sportstätten. Dafür werden 2006 fast 86 Millionen Euro ausgegeben. Und die wichtigste Einnahmequelle für den Berliner Sport bleibt – neben dem Staat – der große Lottotopf. za

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