Weiterbau der A100 : Letzte Mieter verlassen ihre Wohnungen in der Beermannstraße

Nach langem Tauziehen haben die verbliebenen sechs Mieter die Häuser in der Beermannstraße in Treptow verlassen. Sie erhalten bis zu 191 Monate lang eine Ausgleichszahlung.

Diese Häuser in der Beermannstraße sollen in diesem Jahr abgerissen werden.
Diese Häuser in der Beermannstraße sollen in diesem Jahr abgerissen werden.Foto: Thilo Rückeis

Die letzten sechs Mieter der Beermannstraße in Berlin-Treptow haben ihre Wohnungen verlassen. Sie hatten ein Ultimatum bekommen, bis Montag auszuziehen. Am Nachmittag wurde die letzte Wohnung laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übergeben. Anschließend wird mit dem Abriss der beiden Häuser begonnen.

Ihre Häuser sollen für die Verlängerung der A100 abgerissen werden. Um beim Bau keine Zeit zu verlieren, hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf langwierige Räumungsklagen verzichtet und eine gütliche Regelung mit den Mietern angestrebt. Mehrfach wurden Ersatzwohnungen vorgeschlagen, doch von den Mietern wegen schlechter Lage oder höherer Mietkosten abgelehnt. Eine Zahlung der Mietdifferenz lehnte die Senatsverwaltung ab. Die Mieten in der Beermannstraße liegen weit unter Marktniveau.

Nun erhalten die sechs Mieter maximal 191 Monate lang eine Ausgleichszahlung der Bundesrepublik Deutschland. Das bedeutet, dass jeder Mieter fast 16 Jahre lang die Differenz zwischen seiner alten Monatsmiete und der in seiner neuen Wohnung erhält.

Die Häuser Nummer 22 und 24 sollen noch in diesem Jahr abgerissen werden, um Platz für eine Baustellenzufahrt zu schaffen. Die Kleingärten sind bereits abgeräumt. (Tsp)

Die Geschichte der Berliner Stadtautobahnen
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17.03.2017 08:24Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.

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