WEITERE NEUERUNGEN IM SCHULBEREICH : Praxissemester für angehende Lehrer

MEHR BERUFSBEZUG

Für Lehramtsstudenten, die den höheren Dienst anstreben, verlängert sich das Studium um ein Praxissemester von acht auf neun Semester. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Der Übergang von der Ausbildung in die Berufspraxis werde dadurch „deutlich erleichtert“, erwartet Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). Er wies zudem darauf hin, dass die 2004 beschlossene und hoch umstrittene Reform des Lehramtsstudiums kritisch überprüft werde. Dazu gehöre die Frage, ob das Studienangebot nicht besser an den Erfordernissen des Lehrerberufs ausgerichtet werden könne. Darüberhinaus müsse erreicht werden, dass die Studienbewerber schon vor Aufnahme ihres Studiums ihre Berufswahlentscheidung „kritisch reflektieren“, um nicht später an den hohen Anforderungen in den Schulen zu scheitern.

VOLLES STIMMRECHT

Die Stellung der freien Träger der Jugendhilfe, die die Hortbetreuung an Schulen anbieten, soll gestärkt werden: Der Senat folgte Zöllners Vorschlag, dass die freien Träger volles Stimmrecht in der Gesamtkonferenz der Lehrkräfte erhalten sollen.

Neu ist im Gesetzentwurf auch eine Vereinfachung der Beförderungsvoraussetzungen: Schulische Leitungsämter werden künftig aus allen Laufbahnen erreichbar sein. Dies soll offenbar die Besetzung von Stellen im Rahmen der Schulstrukturreform erleichtern.sve

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