Berlin : Weitere Verhandlung für Ex-Stasi-Major

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Anfang 2005 war der frühere Stasi-Major R. von der Charité mit einem Sondervertrag als Leiter des Geschäftsbereichs Technik/Betriebe eingestellt worden. Einige Monate später kam es darüber zum Eklat. Als dessen Vergangenheit öffentlich bekannt wurde, kam eine vom Charité-Vorstand berufene Kommission unter Vorsitz des Theologen Richard Schröder zu dem Ergebnis, dass eine Weiterbeschäftigung des Ex-Majors unzumutbar sei. Der Vorstand sprach daraufhin eine außerordentliche Kündigung aus.

Im Streit um diese Kündigung kommt es nun am morgigen Dienstag zu einer Berufungsverhandlung vor dem Landesarbeitsgericht. In erster Instanz hatte der ehemals leitende Charité-Mitarbeiter mit einer Klage Erfolg gehabt: Seine außerordentliche Kündigung wurde für unwirksam erklärt. Gegen dieses Urteil ist wiederum die Universitätsklinik in Berufung gegangen.

Die Einstellung hatte massive Proteste ausgelöst. Der Ex-Major war durch seinen rigiden Führungsstil aufgefallen. Mitarbeiter hatten sich damals über ihren neuen Chef beschwert. Betroffene sind dann bei Internet-Recherchen auf dessen Vergangenheit gestoßen.

Die Charité hatte mit ihm eine Vertragslaufzeit von über fünf Jahren vereinbart. Sie argumentiert nun damit, dass ihr erst nach der Einstellung vom Kläger verschwiegene, neue Tatsachen über dessen Arbeit für die DDR-Staatssicherheit bekannt geworden seien. Diese hätten eine Weiterbeschäftigung unzumutbar gemacht. Tsp

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