Berlin : Weitere Zugänge zu S-Bahnhöfen in Bau

kt

Mehr als zwei Jahre nach der Wiedereröffnung der S-Bahn bis Pichelsberg sollen in diesem Jahr die bereits Anfang 1998 versprochenen Arbeiten an dem direkten Zugang zur Waldbühne beginnen. Dies teilte jetzt die DB Projekt Knoten Berlin, die alle Arbeiten der Bahn in der Stadt koordiniert, dem verkehrspolitischen Sprecher von Bündnis 90/Grüne, Michael Cramer, mit. Cramer setzt sich seit Jahren für die Öffnung weiterer Zugänge an S-Bahnhöfen ein.

Für den direkten Zugang zur Waldbühne über die Sarkauer Allee sowie zur Tharauer Allee fehle noch die Plangenehmigung, erklärte das Bahnunternehmen die Verzögerung. Besucher der Waldbühne erreichen den Veranstaltungsort bisher nur über einen Umweg.

Kürzer werden sollen bis zum Ende des Jahres auch die Wege für Besucher des Messegeländes in Charlottenburg, die bis zum S-Bahnhof Witzleben fahren. Dort befinde sich der südliche Zugang in der Planungsphase, teilte die Knoten GmbH mit. Die Arbeiten sollen dann im IV. Quartal 2000 abgeschlossen werden. Die südliche Treppenanlage war bereits beim Wiederaufbau des Ende 1993 eröffneten Südrings vorgesehen worden; aus Geldmangel verzichtete man aber darauf. Über den südlichen Ausgang lässt sich das ICC erreichen, ohne dass wie bisher die Straßen unterquert werden müssen.

Auch der seit langem angekündigte vierte Zugang am Anhalter Bahnhof soll im III.Quartal dieses Jahres wiedereröffnet werden, ebenso der Südostzugang am S-Bahnhof Hohenzollerndamm. Am S-Bahnhof Schulzendorf kommt der zweite Zugang am Südende dagegen erst voraussichtlich Ende 2001 mit dem Ausbau der Strecke Schönholz-Tegel.

Weiter geschlossen bleibt der südliche Fußgängertunnel am S-Bahnhof Waidmannslust. Die Sanierung soll nach Angaben der Bahn mindestens 600 000 Mark kosten. Die Stadtentwicklungsverwaltung prüfe zurzeit die Finanzierung durch den Senat.

Keine weiteren Zugänge auf absehbare Zeit gibt es dagegen an den S-Bahnhöfen Heerstraße und Olympiastadion.

0 Kommentare

Neuester Kommentar