Berlin : Weiterer Streit nicht ausgeschlossen

Michel Friedman und Klaus Schütz zum Thema Antisemitismus

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Es soll ein „klares Ausrufungszeichen“ sein gegen Antisemitismus und Rassismus. Das von Nea Weissberg-Bob herausgegebene Buch „Was ich den Juden schon immer mal sagen wollte...“, das am Dienstagabend im Centrum Judaicum präsentiert wurde. „Können Sie sich vorstellen, ein Buch hätte ein solches Interesse hervorgerufen mit dem Titel: Was ich den Katholiken schon immer sagen wollte?“, fragte der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, in Anspielung auf den prall gefüllten Saal. Auch der israelische Botschafter Shimon Stein war gekommen.

Nur zwei Monate hatten die 13 Autoren für ihre Beiträge zum Antisemitismus in Deutschland Zeit, unter ihnen Tagesspiegel-Autor Henryk M. Broder, die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sowie der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Schütz. Der 267 Seiten starke Band sollte schnell erscheinen, als direkte Reaktion auf die Antisemitismus-Debatte in Deutschland, die im Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht hatte. „Die Diskussion hat viele Menschen in Deutschland wachgerüttelt“, erklärte Friedman und stellte klar, dass die Debatte für ihn noch nicht beendet ist, die sich insbesondere zwischen ihm und dem stellvertretenden Vorsitzenden der FDP, Jürgen Möllemann, entfacht hatte. „Rassismus und Menschenverachtung dürfen nicht Teil der demokratischen Diskussionskultur werden“, forderte der TV-Moderator. Und: „Streiten wir weiter!“ vv

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