Berlin : Weiterleben in guten Werken

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Neue Schnittstelle. Der SzeneFrisör Ponyclub in der Kopernikusstraße 13 in Friedrichshain eröffnet am heutigen Sonntag seinen Bekleidungsladen „Hackenschuss“ im gleichen Haus. Von 10 bis 22 Uhr feiert Inhaber Tim Kreutzfeldt mit Kunden und Kollegen das fünfjährige Bestehen des Salons und seinen 35. Geburtstag. Im „Hackenschuss“ kann man Designersachen von BRD, Ponyclub-Shirts, Geschirr und jeweils für einen Monat die alten Platten eines DJs kaufen. Auch kleine Snacks werden angeboten. jj

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Außergewöhnlich leben. Im Simple Life Festival zeigen Künstler aus Europa und Kanada, wie sie im Theater außergewöhnliche Lebenssituationen wie Krankheit, Flucht oder Gefangenschaft verarbeiten. Eucrea Deutschland e.V. zeigt in Kooperation mit dem Theater Hebbel am Ufer (HAU) bis 21. November im Halleschen Ufer 32 in Kreuzberg zehn Produktionen zum Thema. Karten kosten je nach Veranstaltung 10 bis 15 Euro, es gibt ein Dreier-Ticket für 24 und eine Dauerkarte für 75 Euro. Karten unter 25900427, Infos unter www.simple-life-festival.com. cof

Auch das ist eine Art, Unsterblichkeit zu erlangen: Man motiviert zu Lebzeiten andere Menschen so stark und nachhaltig, dass sie das eigene Werk engagiert weiterführen. Christiane Herzog ist das gelungen. Ihr ist es zu danken, dass die unheilbare Krankheit Mukoviszidose bekannt wurde, und dass Betroffene sehr viel besser versorgt werden. Als Roman Herzog noch Bundespräsident war, fiel das Spendensammeln vergleichsweise leicht. Nach dem Tod Christiane Herzogs ging das Aufkommen deutlich zurück. Mit einem jährlichen Benefiz-Dinner wird es wieder angekurbelt. Viele engagieren sich dafür: Anne von Fallois , die ehemalige persönliche Referentin, Ulrich Wahn , der Direktor des Christiane-Herzog-Zentrums, und Rolf Hacker, der Vorsitzende der Christiane-Herzog-Stiftung. Interconti-Direktor Willy Weiland stellte zu diesem Anlass das Restaurant Hugos im 14. Stock zur Verfügung, das, wie der Regierende Bürgermeister hervorhob, den Blick in alle vier Himmelsrichtungen ermöglicht. Klaus Wowereit ist so eine Art Kultfigur in diesem Kreis, weil er zum wiederholten Male seine Fähigkeiten als Auktionator unter Beweis stellte. „Ein Glück, dass Professor Hetzer da ist, ich habe solches Herzklopfen“, sagte er angesichts der hohen Erwartungshaltung anfangs in Richtung des Herzspezialisten. Assistiert von zwei jungen Patienten motivierte er dann Gäste wie Sandra Maischberger und Ann-Kathrin Bauknecht zu immer neuen Geboten für Werke von Gustavo, James Rizzi und Marc Chagall: „Bislang war’s gemütlich, jetzt wird’s ernst.“ Einziger Konkurent bei den komischen Einlagen war der Kinderarzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen mit seiner witzreichen Moderation. Verkehrsminister Manfred Stolpe war als Begleiter seiner Frau Ingrid dabei. Roman Herzog war nicht gekommen, aber die Söhne Markus und Hans-Georg . Im nächsten Jahr werde man enger zusammenrücken müssen, kündigte Ulrich Wahn an. Die ersten Tische seien schon verkauft. Bi

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