Berlin : Weltkulturerbe Elektropolis: Berlin plant Antrag bei Unesco

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Elektrisiert. Die historischen Gebäude des Kraftwerks Klingenberg erinnern an den Aufstieg Berlins zur Industriemetropole. Foto: dapd/Berthold Stadler
Elektrisiert. Die historischen Gebäude des Kraftwerks Klingenberg erinnern an den Aufstieg Berlins zur Industriemetropole. Foto:...Foto: dapd

Berlin - Weit gediehen sind die Pläne des Landesdenkmalamtes, Gebäude der elektrotechnischen Vergangenheit Berlins als Weltkulturerbe der Unesco vorzuschlagen. Zum „Berliner Denkmaltag“, der sich am Dienstag im Alten Stadthaus mit dem Thema „Stadt unter Strom – das Erbe der Elektropolis Berlin“ beschäftigte, gab Hubert Staroste vom Denkmalamt eine vorläufige Liste der Bauten bekannt, die gemeinsam als „Welterbestätte“ vorgeschlagen werden sollen.

Die Liste umfasst Produktionsanlagen, Kraftwerke und Verteilungseinrichtungen sowie Verkehrsanlagen, die sich der Elektrifizierung verdanken. Staroste nannte als Industriebauten die AEG-Turbinenhalle in Moabit, die ehemaligen AEG-Bauten an zwei Standorten in Wedding, die wichtigsten Fabrikationsanlagen in Siemensstadt sowie das Kabelwerk Oberspree mit dem benachbarten Kraftwerk. Als Kraftwerke kommen Moabit und das 1927 in Betrieb genommene „Großkraftwerk Klingenberg“ infrage. Von den rund 20 noch vorhandenen „Abspannwerken“ aus den 1920er Jahren sind die Anlagen Mauerstraße, Wilhelmsruh sowie das im Kern ältere Gebäude an der Wilhelminenhofstraße vorgesehen. Auch die beiden kurz nach 1900 errichteten Hochbahnstrecken der U-Bahn will das Denkmalamt zum Weltkulturerbe erklären. Den deutschen Antrag müssen die Kulturminister der 16 Bundesländer beschließen. Bislang hat Berlin Konkurrenz von Industrie- und Montananlagen aus dem Ruhrgebiet und dem Erzgebirge. BS

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