Wendejahr 1989 : Gedenken in der Stasizentrale

Debattieren und gedenken: Einige Ausstellungen und Lesungen rund um das Wendejahr 1989.

Daniel Stender

Das Jubiläumsjahr 1989 wird in Lichtenberg mit vielen Veranstaltungen und Ausstellungen begangen – im Mittelpunkt steht dabei auch die Stasizentrale an der Normannenstraße. Ab 16. September erinnert ein Schüler-Architekturprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit an die Vergangenheit des Bezirks. Auf dem Hof der Gedenkstätte bauen Schüler eine begehbare Skulptur aus Recyclingmaterial. Unter dem Titel „Das war doch Mielkes Revier“ widmet sich eine „historisch-kritische Ortsbegehung“ am 18. Oktober dem Gebiet um die Frankfurter Allee und die Magdalenenstraße

Katrin Framke, die Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste (Linke), sagte bei der Vorstellung der Projekte: Es gehe um die „veränderte Lebenswirklichkeit der Menschen, die in Lichtenberg wohnen“. Im Theater an der Parkaue wird am 15. und 16. März das Hörstück „Der Lohndrücker“ nach Heiner Müller aufgeführt. Müller wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden, er lebte in Lichtenberg.

Am 17. März liest Florian Havemann in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek aus seinem Buch „Havemann“. Darin beschreibt er die Auseinandersetzung mit seinem Vater, dem bekannten DDR-Dissidenten Robert Havemann. Die Ausstellung „Von Siemens-Plania zu Dong Xuan“ verdeutlicht ab 20. März im Museum Lichtenberg den Wandel von der Industriearbeit zur Dienstleistungsgesellschaft. Gezeigt wird der Umbau der ehemaligen Industriekohlefabrik Siemens-Plania zum Dong-Xuan-Markt, Berlins größtem Asiamarkt.

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