Wenig Teilnehmer : Viel Polizei für zwei Spaßdemos

Friedlich und mit viel weniger Teilnehmern als angekündigt sind am frühen Freitagabend die „Mayday“-Demo und die „Revolutionäre-1.Mai-Demonstration“ zu Ende gegangen. Der „schwarze Block“ tauchte nicht auf

Jörn Hasselmann

Als „reine Spaßdemo“ präsentierte sich der „Mayday“-Zug, der sich um 15.15 Uhr Unter den Linden in Mitte mit 1000 Teilnehmern in Bewegung setzte. Die Anmelder hatten mit mindestens 7000 Anhängern gerechnet. Einziger Zwischenfall: Es wurden 60 Farbeier auf das Bundesfinanzministerium geworfen. Der von der Polizei befürchtete „schwarze Block“ nahm an der Demo nicht teil, dafür viele Studenten und verkleidetes Volk. Die Teilnehmer marschierten mit Transparenten, auf denen „Prekäre Karriere“, „Arbeit nervt“ oder „Sozialer Wandel statt Klimawandel“, stand. Von den Musikwagen wummerte Techno, Nebelmaschinen waren im Einsatz, Konfetti flogen. Die vielen Absperrungen zu Beginn waren überflüssig. Das sah die Polizei dann genauso und fing an, ihre Wagen, mit denen sie die Querstraßen längs der Wilhelmstraße blockiert hatte, abzuziehen.

Mit fast eineinhalb Stunden Verspätung startete fast zeitgleich am Oranienplatz die „Revolutionäre-1. Mai-Demo“. Zum pünktlichen Starttermin kam kein einziger Teilnehmer, erst später zogen rund 250 Maoisten, Stalinisten und andere Kommunisten friedlich über das Myfest. In den vergangenen Jahren nahmen noch rund 3000 Leute teil. Den Schwund begründete die Polizei mit der „Hitze“. Zudem sei die City-Ost für die Leute zu „unattraktiv“.

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