Berlin : Weniger Schäden durch Vandalismus Auch Gewalt im Nahverkehr geht zurück

Die durch Vandalismus verursachten Schäden bei der BVG und der S-Bahn haben im vergangenen Jahr abgenommen. Auch die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter ist zurückgegangen, die Schwere einzelner Taten habe dagegen zugenommen, teilte die Verkehrsverwaltung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner mit. Da ein Forschungsprojekt gezeigt habe, dass Einzelmaßnahmen nicht ausreichten, das Sicherheitsempfinden von Fahrgästen zu verbessern, erstelle der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) derzeit Leitlinien für ein zusammenhängendes Konzept, heißt es in der Antwort weiter.

Im vergangenen Jahr entstand der BVG durch Graffiti und Sachbeschädigungen ein Schaden in Höhe von 6,4 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 7,4 Millionen Euro. Bei der S-Bahn ging die Schadensumme von 5,6 Millionen Euro auf 4,75 Millionen Euro zurück.

Die Zahl der bekannten Vorfälle ist bei der BVG von 3458 auf 2948 gesunken, Die Zahl der bekannten Täter hat sich von 663 auf 502 verringert, die der Verurteilungen von 82 auf 74. Von den geltend gemachten Schäden in Höhe von 35 140 Euro konnte die BVG insgesamt 9260 Euro eintreiben. Bei der S-Bahn konnten im vergangenen Jahr bei 3710 Anzeigen (Vorjahr 4253) insgesamt 437 (470) Verdächtige ermittelt werden.

Die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter ist bei der BVG von 139 auf 117 zurückgegangen; bei der S-Bahn stieg sie von 52 auf 64. Rabiat reagierten Fahrgäste hier auch auf das eingeschränkte Angebot. Dass die Zahlen ansonsten gesunken sind, erklärt sich der Senat mit dem Einsatz von mehr Personal, deutlichen Hinweisen auf die Videoüberwachung, die es bei der S-Bahn allerdings kaum gibt, sowie mit technischen Lösungen zum besseren Schutz von Busfahrern. kt

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