Berlin : Wenn Diepgen hofft

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Gerd Nowakowski über Albas Niederlagen und ihre Bedeutung für Berlin

Wie große Sprünge manchmal enden, dazu könnte der langjährige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen einiges sagen. Nach dem Mauerfall wollte die Stadt innerhalb weniger Jahre Metropole werden mit fünf Millionen Einwohnern, einer Bankgesellschaft auf Weltniveau und den Olympischen Spielen. So viel zu großen Sprüngen. Nur beim Basketball, da ist alles anders. Da gibt es Alba. Die holen seit Jahren zuverlässig die Meisterschaft. In dieser Saison aber hängen die Körbe sehr hoch – fünf Spiele hintereinander gingen verloren. Das drückt die Stimmung der Fans. Dazu gehört auch Eberhard Diepgen, der jetzt wieder mehr Zeit hat und deswegen am Donnerstagabend in der SchmelingHalle war. Wer nicht spielerisch glänzen kann, muss kämpfen. Das taten die Berliner im Euroleague-Spiel gegen Bologna. Elf Sekunden vor dem Ende zog Alba gleich. „Mal sehen, ob es in Berlin wenigstens noch bei Alba klappt“, hoffte Fan Diepgen, wo doch schon der rot-rote Senat seiner Ansicht nach die Stadt beutelt. Drei Sekunden vor der Schlusssirene war Albas Deckung offen, der Ball im Korb, das Spiel entschieden. Armes Berlin. Gibt es nun gar keine Hoffnung mehr?

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