Berlin : Wenn Kinder nach rechts abrutschen

Raus aus der rechten Szene – aber wie? Wer den Weg aus dem rechtsextremistischen Milieu heraus sucht, der bekommt seit dem Jahr 2000 vom Verein „Exit“ Hilfe und Beratung. Das bekannte Aussteigerprojekt, das bislang rund 300 ehemaligen Rechtsextremisten geholfen hat, erweitert nun sein Angebot: Seit gestern gibt es auch die „Exit-Familienhilfe“.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass es „einen hohen Bedarf an Hilfe gibt bei Familien, die merken, dass ein Kind oder ein anderer Verwandter in die rechte Szene abdriftet oder dort schon organisiert ist“, sagte Exit-Gründer Bernd Wagner gestern bei der Vorstellung des neuen Projekts. „Viele Eltern fühlen sich als Versager und meinen, in ihrer Erziehung etwas falsch gemacht zu haben“, erklärt Wagner. Die Exit-Mitarbeiter versuchen, Eltern zu stützen und mit anderen Betroffenen zusammenzubringen. Außerdem sollen die Eltern fit gemacht werden für die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischer Ideologie, um in Diskussionen beim Kind Zweifel an solchem Gedankengut wachzurufen. Ehemalige Mitglieder veranschaulichen, dass ein „Leben außerhalb der Szene“ möglich ist. tabu

Weiteres zu dem Projekt im Internet:

www.exit-familienhilfe.de

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