• Wer am 30. Oktober den Marsch geblasen bekommen möchte, muß sich beeilen - Veranstalter erwarten Ausverkauf

Berlin : Wer am 30. Oktober den Marsch geblasen bekommen möchte, muß sich beeilen - Veranstalter erwarten Ausverkauf

hema

Sofort und mit fliegenden Fahnen würden die Organisatoren des Berliner Militärmusikfestes wieder in die Deutschlandhalle einziehen, wenn diese denn öffnete. Da das aber momentan in den Berliner Sternen steht, findet die fünfte Fortsetzung der Veranstaltung am 30. Oktober zum zweiten Mal nun schon in der Max-Schmeling-Halle am Falkplatz in Prenzlauer Berg statt, jeweils 15 und 20 Uhr. Karten für das Musikereignis, mit dem der Deutsche Bundeswehr-Verband vor fünf Jahren die Tradition der Alliierten übernahm, deren Berlin-Tattoo alljährlich zum Veranstaltungskalender gehörte, gibt es an den Vorverkaufsstellen und unter der Rufnummer 3069 6969.

Etwa 6000 Besucher finden jeweils in der Max-Schmeling-Halle gedrängten Platz - wer das militärmusikalische Fest unter Schirmherrschaft von Verteidigungsminister Rudolf Scharping live miterleben möchte, muss sich sputen. "Berlin ist kein Risiko", sagte gestern Martin Michels, Schatzmeister des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, zum bisherigen Kartenverkauf. Dessen Reinerlös soll sozialen und charitativen Einrichtungen zugute kommen, unter anderen auch in Not geratenen Soldaten und Berliner Unicef-Projekten. Der "Berliner liebt Musike", um so mehr, wenn diese mit viel Schwung und Schmiss daher kommt, mit Flaggen und Fackeln und am 30. Oktober erstmals auch in historischen Uniformen. Die friderizianische Kluft stammt aus NVA-Beständen und ist im Finale mit historischen Märschen zu sehen.

Der "Alte Dessauer" wird sogar zu Pferde präsentiert, und natürlich gibt es auch die "Alten Kameraden" zu hören, bevor Oberst Georg Czerner, der Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr, "Gute Abend, gute Nacht" dirigiert. Dies als "Schmankerl fürs Herz", wie gestern Czerners Stellvertreter, Fregattenkapitän Horst Wenzel aus dem Programm verriet. Das wird von 500 Militärmusikern aus acht Nationen gestaltet. Mit dabei sind unter anderen "The Queens Royal Hussars", die 76th US Army Band, das Marinemusikkorps Nordsee und erstmals die Fanfara della Brigata Taurinense aus Italien. Am weitesten hat es das Orchester der ukrainischen Schwarzmeerflotte nach Berlin. Am beschwerlichsten auch. Die ukrainischen Kassen sind noch leerer als hiesige, die Militärmusiker vom Schwarzen Meer gehen mit Bussen in Sewastopol auf die Reise nach Prenzlauer Berg. Die Berliner sollten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Max-Schmeling-Halle kommen - deren Parkplatzangebot ist bescheiden.

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