Berlin : Wer die Wahl hat …

Zwei Tage voller Veranstaltungen: Straßenpartys, Tierparkfest und Konzerte

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Fast qualvoll mag das vergangene Wochenende für den einen oder anderen gewesen sein – machte es die Veranstaltungsfülle doch schwer, sich zu entscheiden. Am Kaiserdamm, der sein 100. Jubiläum mit einem Straßenfest feierte, wetteiferten gestern 63 Seifenkistenfahrer aus dem Bundesgebiet um den Deutschland-Pokal 2006. Eine meterhohe Startrampe brachte die 7- bis 18-jährigen Teilnehmer des ersten Seifenkistenrennens seit 1956 auf dem Kaiserdamm in ihren fliegenden Kisten in Schwung – mit 45 Stundenkilometern rauschten sie ins Ziel.

Zum 51. Tierparkfest in Friedrichsfelde wurde gestern auf der Freilichtbühne zwischen Kinderzoo und Elefantenhaus von 10 bis 16 Uhr ein buntes Musik- und Tierprogramm geboten, für Schulanfänger sogar bei freiem Eintritt. Zu sehen und beklatschen gab es neben dem Kinderensemble des Friedrichstadtpalastes, der „Lütten“ Angelika Mann und Frank Zander vor allem allerlei tierisches Jungvolk. Vorgestellt wurde der aktuelle Friedrichsfelder Nachwuchs von Pelikan, Zwergesel und Königsgeier vom Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz persönlich.

Lautes und Extremes bot sich gestern von 12 bis 22 Uhr in der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Liebhaber der elektronischen Musik versammelten sich dort beim Offpop Music Day mit 200 DJs auf 21 Bühnen. Und wer am Sonnabend einen Ausflug zur Zitadelle Spandau machte, sah eventuell doppelt – beim 4. Zwillingstreffen in Spandau, zu dem Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz 22 Paare aus ganz Deutschland begrüßte.

Waldbühnen-Fans sind wetterfest, die von Max Raabe allemal – 17 000 Karten wurden für das gestrige traditionelle Konzert in der berühmtesten Berliner Freiluftarena schon im Vorfeld verkauft, nicht gerechnet die Abendkasse. „Mit heiterer Wehmut musikalische Sahnestückchen der 20er und frühen 30er Jahre“ wollten der Wahlberliner und sein Palastorchester dem Publikum in der Waldbühne präsentieren, auf die sich Raabe nach New York, Schanghai, Tokio und Rom schon gefreut hatte. Was gestern noch kein Konzertbesucher wusste – der auch privat immer comme il faut gekleidete Sänger hatte für sein hiesiges Publikum eine Überraschung in petto. Im zweiten Teil des Konzerts wollte sich Max Raabe Verstärkung auf die Bühne holen und mit den Schauspielern Peter Lohmeyer und Heino Ferch singend verkünden, dass die Nacht nicht allein zum Schlafen da ist. hema

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