Berlin : Wer sonst nochkandidiert

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„Ich verspreche nichts!“ Mit diesem Slogan kämpft der 35-jährige Politologiestudent Silvio Berger um die Erststimmen in seinem Wahlkreis 84. Innerhalb von drei Wochen sammelte er „die 200 nötigen Unterschriften bei Freunden und Bekannten“. 308 Wähler konnte er letztes Jahr bei der Abgeordnetenhauswahl gewinnen. Er wirbt für sich mit dem „Ihr Einzelbewerber als Alternative zu den Parteien.“ Auch der pensionierte Diplom-Ingenieur Kurt Schettliger sammelte die nötigen Unterschriften als Einzelbewerber. Von den nicht im Bundestag vertretenen Parteien treten im Kampf um die Zweitstimmen auf der rechten Seite des politischen Spektrums die Republikaner und die Schill-Partei an. Immerhin brachten es nach den umgerechneten Zahlen von 1998 die DVU und die Republikaner auf jeweils zwei Prozent der Stimmen. Aber auch „Die Grauen“, die Rentnerpartei, erreichten vor vier Jahren 0,7 Prozent. Nicht mehr dabei ist im Jahr 2002 die Anarchistische Pogopartei Deutschlands (APPD), die mit ihrem Slogan „Arbeit ist Scheiße“ damals 0,5 Prozent der Wähler überzeugte. chv

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