Werben für Berlin : Eine Marke für die Hauptstadt

Das hochkarätig besetzte Gremium „Berlin-Board“ soll bei der Suche nach einer neuen Werbestrategie helfen.

Sabine Beikler

Berlin ist in. Nur wie verkauft sich die Stadt am besten? Der offizielle Titel einer bei der Senatskanzlei angesiedelten Kampagne heißt „Berlin – Stadt des Wandels“. Nur wird man mit diesem sperrigen Titel nur schwer einen erfolgreichen Werbefeldzug starten können. Deshalb sucht Berlin eine griffige Marke und einen Slogan, mit dem die Hauptstadt international zu identifizieren ist. Außerdem soll sich ein hochkarätig besetztes „Berlin-Board“ „aktiv in die Markenstrategie“ einbringen“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit gestern. Zwölf Mitglieder aus den Bereichen Kultur, Stadtentwicklung und Wissenschaft werden diesem Gremium angehören.

Kommenden Mittwoch wird sich das „Berlin-Board“ konstituieren. Man habe die renommierten Teilnehmer nach „obersten Qualitätsmerkmalen“ ausgesucht, sagte Wowereit. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Catherine Mühlemann (Managing Director der MTV-, VIVA-Mediengruppe), Hermann Parzinger ( Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und designierter Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Sir Peter Hall (Professor für Stadtentwicklung), Architekturprofessor Hans Kollhoff, Eckard Minx von Daimler-Chrysler, Werner Wenning, Vorstandschef der Bayer AG, Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, der Soziologe Wolf Lepenies und Genforscher Thomas Tuschl.

Neben Senatsmitgliedern sollen diese Experten die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne erarbeiten und sie aktiv in ihren Spezialgebieten begleiten. Zurzeit wird eine Marktforschungsanalyse im Auftrag des Senats erarbeitet. Der Auftrag, für Berlin einen treffenden Slogan zu entwickeln, wird ausgeschrieben.

Bisher hatte sich Berlin bei der Suche nach pfiffigen Sprüchen für die Hauptstadt schwergetan. Im Juni verkündeten die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) erst den Leitspruch „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ als Leitspruch für eine Kulturmarketing-Kampagne. Besonders innovativ war dieser Slogan nicht gerade, da er schon zur Fußball-WM im letzten Sommer zu hören war. Mit dem „Berlin-Board“ will der Senat nun langfristig an einer internationalen Marketingstrategie arbeiten und sich das auch etwas kosten lassen. 2008/2009 stehen dafür je fünf Millionen Euro zur Verfügung.Sabine Beikler

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