Berlin : Westhafen: 1927 war das 3. Becken eröffnet worden

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Der Westhafen besitzt zwar historisches Flair, ist aber noch gar nicht so alt. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1914 nach langen Kaufverhandlungen zwischem dem damaligen Stadtbaurat Friedrich Krause und dem Johannesstift. Hakeleien mit der Bahn verzögerten auch den Anschluss der Eisenbahn. Schließlich beteiligte sich Berlin an der Erweiterung des Lehrter Güterbahnhofes. Die Zusage dazu ließ den Widerstand schmelzen. Für den Entwurf der Fassaden gewann Stadtbaurat Krause den Baumeister Richard Wolffenstein. Dieser errichtete unter anderem ein Verwaltungsgebäude mit einem 52 Meter hohen Turm und Skulpturen und Reliefs der Bildhauer Gobes und Tochtermann. Der erste Weltkrieg bremste den Fortschritt der Bauarbeiten am Hafen. Erst 1923 wurde die "Berliner Hafen- und Lagerhaus Aktiengesellschaft, Generaldirektion der Berliner Häfen" (Behala) gegründet. Ebenfalls 1923 wurde der Erbbaupachtvertrag für Osthafen, Westhafen, Spandauer Südhafen, Neuköllner Hafen, Tegeler Hafen und Urbanhafen unterzeichnet. Im September 1923 wurde der Westhafen feierlich eröffnet und erhielt im Jahr 1927 ein drittes Hafenbecken. Im April 1926 begann Ford in der Lagerhalle 2 mit der Herstellung von Autos. 1929 rollten täglich 64 Autos aus der Halle. 1931 verlagerte Ford die Produktion komplett nach Köln.

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