Wettbewerb : "Bahnhof des Jahres" in Berlin?

Der Hauptstadtbahnhof soll die Auszeichnung "bester deutscher Großstadtbahnhof" erhalten. Ausschlaggebend für diese Nominierung ist die Kundenfreundlichkeit des Hauptbahnhofs.

Sophie Guggenberger

BerlinDer Titel "Bahnhof des Jahres" wird seit 2004 jährlich an jeweils einen Kleinstadt- und einen Großstadtbahnhof in Deutschland vergeben. Neben repräsentativen Kundenbefragungen sind auch subjektive Eindrücke wie das gastronomische Angebot und das äußere Erscheinungsbild entscheidend für eine Nominierung.

Berlin konkurriert in diesem Jahr mit den Hauptbahnhöfen Aachen, Bremen, Gera und Leipzig. Die Allianz pro Schiene, die den Preis vergibt, räumt dem Berliner Bahnhof "gute Chancen" ein, teilte ein Sprecher des Bündnisses mit. Die dreiköpfige Jury mit Vertretern der Allianz pro Schiene, des Fahrgastverbandes Pro Bahn und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) will sich noch diesen Monat entscheiden.

Gerüchte über Verlängerung des Glasdachs

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge prüft die Bahn derzeit eine Verlängerung des Glasdachs vom Hauptbahnhof. Gabriele Schlott, stellvertretende Pressesprecherin der Bahn, wies die Gerüchte jedoch zurück. "Die Bahn plant keine Dachverlängerung am Hauptbahnhof", so Schlott gegenüber dem Tagesspiegel. Thomas Hesse, der neue Manager des Berliner Hauptbahnhofs, habe sich laut Schlott der Bild gegenüber scheinbar "ziemlich unglücklich" ausgedrückt.

Das verkürzte Dach war von Anfang an heftig umstritten. Sogar der Bundestag hat sich damit beschäftigt und das Verkehrsministerium aufgefordert, zu prüfen, ob die Glaskonstruktion verlängert werden kann. Bis Jahresende soll die Überprüfung abgeschlossen sein und ein Ergebnis vorliegen, so Schlott.

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