• Wettbewerb "Designer for Tomorrow": Stella McCartney rät: „Mach, was du am besten kannst“

Wettbewerb "Designer for Tomorrow" : Stella McCartney rät: „Mach, was du am besten kannst“

Heute kürt eine Jury um die britische Modemacherin Stella McCartney die Gewinnerin des Nachwuchswettbewerbs „Designer for Tomorrow“. Aus 350 internationalen Bewerbungen wählte sie fünf Favoriten aus, ohne deren Geschlecht oder Nationalität zu kennen.

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Dawid Tomaszewski begeistert jede Saison mit seiner erstklassigen Mode. „Lithium“, die Sommerkollektion 2014 des gebürtigen Polen, zeigte seine Highfashion-Designs in sommerlichen, schlichten Farben mit extravaganten Elementen. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
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05.07.2013 16:39Dawid Tomaszewski begeistert jede Saison mit seiner erstklassigen Mode. „Lithium“, die Sommerkollektion 2014 des gebürtigen Polen,...

„Stella hat mir einen Arschtritt gegeben“, sagt Hannah Kuklinski und strahlt. Die 25-jährige Finalistin des Nachwuchswettbewerbs „Designer for Tomorrow“ steht vor der Kleiderstange, auf der ihre kleine Kollektion hängt, und erzählt, dass sie anfangs viele ihrer Entwürfe genäht hat, eigentlich aber viel lieber strickt. Und dass Stella ihr geraten hat: Konzentrier dich auf das, was du am besten kannst. Nun besteht Hannahs Kollektion, die von Bakterien inspiriert ist und mit humorvollen Silhouetten spielt, fast nur noch aus Strickteilen und wirkt sehr stimmig. „Ich bin so glücklich!“

Mit Stella, von der am Montagmorgen beim Fitting-Termin in der Urban Spree Gallery alle schwärmen, ist Stella McCartney gemeint. Die britische Designerin hat Anfang des Jahres die Schirmherrschaft des von Peek & Cloppenburg ausgelobten Wettbewerbs übernommen und löst damit nach zwei Jahren Marc Jacobs ab. Aus 350 internationalen Bewerbungen wählte sie fünf Favoriten aus, ohne deren Geschlecht oder Nationalität zu kennen, und war wohl selbst überrascht, als sie die Designer an einem Vormittag im Mai zum ersten Mal traf: Es waren nur Frauen.

Neben Hannah Kuklinski, die in Hagen lebt, gehören dazu auch Ioana Ciolacu Miron und Jamie Wei Huang aus London, Annalena Skörl Maul aus Hamburg und Katy Clark aus Glasgow. Sie alle haben ganz unterschiedliche Kollektionen entworfen. Und sie alle erzählen, dass sie an dem Vormittag mit Stella so viel lernen konnten wie in manchem Semester an der Uni nicht. Annalena, Ioana und Katy zum Beispiel haben ihren eher einfarbig gehaltenen Kollektionen ein paar bunte Akzente hinzugefügt und Jamie, die viel Seide verwendet hat, entwarf im Nachhinein noch eine Hose aus grobem Baumwollgemisch: „Der Kontrast macht es jetzt viel interessanter.“

Heute Nachmittag entscheidet Stella McCartney gemeinsam mit der Jury des Wettbewerbs, wer den sechsten „Designer for Tomorrow“-Preis erhält. Die Gewinnerin wird ein Dreivierteljahr lang mit Fördermitteln unterstützt und bekommt eine Show auf der nächsten Fashion Week in Berlin.

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