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Wetter in Berlin und Brandenburg : Das Sturmtief "Thomas" weht durch Berlin

Sturmtief "Thomas" pustet mit Böen bis zu 100 Stundenkilometern durch Berlin. Ein Meteorologe rät von Spaziergängen in Parks ab.

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Vorsicht Wind. Am Donnerstagabend soll es in Berlin heftig stürmen. Am Freitag wird es dann auch noch nass. Foto: dpa
Vorsicht Wind. Am Donnerstagabend soll es in Berlin heftig stürmen. Am Freitag wird es dann auch noch nass.Foto: dpa

"Es ist kein Killer-Orkan, der da aufzieht", prognostiziert der Meteorologe Friedrich Föst von Meteogroup. Ungemütlich dürfte es in Berlin und Brandenburg trotzdem werden. Verantwortlich dafür ist das Sturmtief "Thomas", das von den Wetterexperten mit Sturmböen zwischen 80 und 100 Kilometer pro Stunde erwartet wird. "Vereinzelt in Richtung Lausitz kann aus dem Sturm auch ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern werden", warnt Föst.

Für Berlin rät der Meteorologe ab dem Abend von Spaziergängen in Parks ab. Lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen sollten vorsorglich gesichert werden. Der Sturm könnte indes die ganze Nacht wüten und erst am Freitagmorgen zwischen 3 und 4 Uhr seinen Höhepunkt erreichen, glaubt Föst und warnt vor Einschränkungen im frühen Berufsverkehr.

Der Deutsche Wetterdienst gab Donnerstagnachmittag eine Wetterwarnung heraus.

Donnerstagabend wurden in der Chausseestraße Ecke Liesenstraße von einem Hausdach eine Styroporplatte geweht. Die Polizei hat die Straße nach Angaben einer Sprecherin ab Liesenstraße stadteinwärts gesperrt.

Mittwochabend war es bereits zu Einschränkungen im Berufsverkehr gekommen. Da waren erste Sturmböen bereits zu spüren. Am Ernst-Reuter-Platz stürzte eine Behelfsampelanlage um, es kam zu Verkehrseinschränkungen. Im Spandauer Waldkrankenhaus stürzte gegen 22 Uhr ein 25 Meter hoher Baum auf ein Klinikgebäude. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand. "Ansonsten war es aber eine ruhige Nacht", sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr.

Am Rosenmontag bis zu 14 Grad

Im Gepäck hat Sturmtief "Thomas" außerdem Polarluft, die dafür sorgt, dass die Temperaturen am Freitag auf drei bis fünf Grad fallen. "Wir werden dann teils heftigen Niederschlag haben, der immer öfters in Schneeregen übergeht", prognostiziert der Wetterexperte.

Die Anlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am Freitag bleiben wegen des erwarteten Sturms am Freitag vorsorglich geschlossen. Anlass sei die aktuelle Unwetterwarnung, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Auch in den kommenden Tagen könnte es wegen möglicher Schäden und Aufräumarbeiten zu Einschränkungen kommen.

Einen kleinen Trost hat Föst für alle Berliner und Brandenburger immerhin mit Blick auf das Wochenende. "Wir haben morgen dann die Talsohle durchschritten", sagt er und erklärt, dass der Sonnabend überwiegend freundlich werden soll. Zum Sonntag und besonders zum Start der neuen Woche sollen dann die Temperaturen auch wieder ordentlich steigen. "Am Rosenmontag erwarten wir für Berlin Temperaturen von 12 bis 14 Grad", sagt Föst. Die Rheinländer in der Hauptstadt wird es freuen.

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