Wetter : Juni war sehr nass und zu warm

Es ist bereits der zehnte zu warme Monat in Folge: Die Durchschnittstemperatur im Juni war um bis zu zwei Grad höher als gewöhnlich. Auffällig waren außerdem die unwetterartigen Regengüsse.

BerlinDer Juni 2007 war in Berlin und Brandenburg aus Sicht der Meteorologen sehr nass und zu warm. Das teilte Frank Abel vom privaten Wetterdienst MC Wetter mit. Außergewöhnlich dabei sei gewesen, dass der Juni damit der zehnte zu warme Monat in Folge ist. Markant seien auch die unwetterartigen Regengüsse gewesen, die der Region ein Fünftel mehr Niederschläge gebracht hätten als üblich.

Allerdings waren die Niederschläge in der Region ungleichmäßig verteilt. So fielen in Neuruppin 107 Liter pro Quadratmeter, der statistische Durchschnitt beträgt 59 Liter. In Cottbus hingegen wurde der Durchschnittswert von 65 Litern nicht erreicht, es fielen nur knapp 45 Liter. In Berlin Schönefeld hingegen gab es mit 127 Liter mehr als das Doppelte des Durchschnittswerts von 57 Litern.

Dabei war es in Berlin zudem 1,5 bis 2 Grad Celsius wärmer als gewöhnlich. 18,6 Grad Celsius registrierten die Meteorologen in Dahlem, das langjährige Mittel beträgt 16,9 Grad. In Cottbus war es mit 19,4 Grad sogar 2,2 Grad wärmer als in einem Durchschnitts-Juni. Außerdem war es in Cottbus auch sonniger als sonst. Es wurden 246 Sonnenstunden gemessen, 233 sind der Durchschnittswert für den Monat.

Zudem erlebte Berlin einen Monatsrekord: Mit 992,6 Hektopascal wurde am 26. Juni der niedrigste Luftdruck eines Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Der bisherige Tiefstrekord stammt aus dem Jahr 1986: Am 6. Juni diesen Jahres zeigte das Barometer 993,9 Hektopascal. (mit ddp)

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