Wetter-Kapriolen vor Weihnachten : Der Schnee kann kommen, Berlin ist gerüstet

Auch wenn keine Schneeflocke in Sicht ist - Berlins Streusalzlager sind gut gefüllt. Eine Glosse

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Erinnern Sie sich? Doch, solche Winter gab es auch mal in Berlin.
Erinnern Sie sich? Doch, solche Winter gab es auch mal in Berlin.Foto: Pleul/dpa

Ende November durften wir noch hoffen. Egal, was die Meteorologen damals fürs Weihnachtsfest prognostizierten – es waren noch gut vier Wochen Zeit, da konnte manche Wetterkapriole einen milde verregneten Spätherbst zum knackig tiefgefrorenen, dazu schneeweißen Winter verwandeln.
Ende November mussten wir noch bangen. Würde die Stadt einem unvermittelt über sie hereinbrechenden Winter sibirischen Formats gewachsen sein? Würde das Streusalz der Stadtreinigung reichen, ihr Fuhrpark durchhalten, die Motivation der Mitarbeiter feurig genug sein, um den möglichen weißen Massen zu trotzen?
Hier schied sich der Optimist vom Pessimisten, wobei wohl beide von sich behaupten dürften, doch nur Realist zu sein. Gewiss auch der CDU-Abgeordnete Danny Freymark, der am 26. November vom Senat zu wissen begehrte, wie es denn um die Winterfestigkeit des Landes Berlin bestellt sei. Wie weit also Vorsorge getroffen sei für den Fall „plötzlich auftretender starker Schnee- und Glättebildung“. Die Antwort traf nun genau in diesen Tagen ein, während derer man sich eher fragt, ob wohl bald das Strandbad Wannsee seine Tore wieder öffnet, aber das konnte der besorgte Parlamentarier nicht ahnen.
Zudem ist ja auch der Frühling noch fern, können Väterchen Frost und Frau Holle Berlin immer noch hart zusetzen – oder auch nicht, wie die Senatsantwort nahelegt: Die Räumfahrzeuge der Stadtreinigung? „Einsatzbereit“. Die Streugutlager? „Gefüllt“. Das Personal? „Eingewiesen und einsatzbereit“. Winter, du Feigling, stell’ dich endlich!

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